Frühlingswetter 2016: Kalter Mai in Griechenland, Kroatien und der Toskana

April deutlich zu warm

Die NOAA-Frühlingsprognose für April
Laut NOAA wird der April in Europa deutlich zu warm.

Die amerikanische Wetterbehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) blickt gerne ein wenig in die Zukunft. Und da drängt sich natürlich eine Frage auf: Was bringt uns der Frühling 2016? Das Wetter können wir an dieser Stelle nicht wirklich voraussagen, wir können aber auf die berechneten Temperaturtendenzen der Amerikaner blicken.

Und da sieht es derzeit so aus: Die NOAA sieht einen zu warmen April - vor allem für Skandinavien, aber auch für Osteuropa, den Balkan und weite Teile Mitteleuropas. Für Norwegen, Finnland und Schweden sind sogar positive Abweichungen bis drei Grad berechnet. Im Übrigen gilt dies auch für Grönland und das bedeutet, dass das Gletscherschmelzen dort mit rasender Geschwindigkeit weitergehen könnte.

In einem Streifen vom Baltikum über Polen, Tschechien und Österreich wird es auch auf dem Balkan zu warm. Hier sind Abweichungen von bis zu +2 Grad berechnet. Etwas weniger krass wird es wohl in Griechenland und an der Schwarzmeerküste. Für Italien, Frankreich und die Beneluxländer sind nur leicht positive Abweichungen berechnet, genau wie für den Norden Deutschlands. In Süddeutschland und den östlichen Bundesländern wird es wohl zwischen einem und zwei Grad zu warm.

Wem das alles schon zu warm ist, der möge nach Portugal fahren. Das ist das einzige Land in Europa, für das die Amerikaner eine negative Abweichung berechnen.

Vor allem die Urlaubsgebiete schwächeln im Mai

Die NOAA-Frühlingsprognose für Mai
Îm Mai sieht es etwas anders aus als im April: Es wird eher kühl.

Im Mai ändert sich die Prognose für Mittel- und Westeuropa ganz gewaltig. Denn außer für Skandinavien, wo es nach wie vor nach einem viel zu warmen Frühjahr aussieht, wird der Mai eine recht frische Angelegenheit. Für Deutschland sieht es nach einem sehr durchschnittlichen Mai aus, wobei der Alpenraum eine leicht negative Abweichung prognostiziert bekommt. Auch in Frankreich und Nordspanien wird es eher zu kühl, genau wie in großen Teilen Griechenlands, der Toskana und Kroatien, den klassischen Urlaubsgebieten also.

Lediglich über Südskandinavien bis nach Nordrussland werden weiter positive Abweichungen berechnet, teilweise bis zu 3 Grad.

Fazit: Es scheint so, als ob wir im April mit ein paar schönen und warmen Tagen rechnen können. Ob es aber eine lang andauernde und sehr warme Witterungsperiode wird, ist natürlich noch nicht zu sagen. Unsere 28-Tage-Prognose sieht die Dinge übrigens ein wenig anders als die NOAA. Mal sehen, wer am Ende recht behält. Im Mai wird es vor allem in den Urlaubsgebieten laut NOAA eher zu kalt.

Oliver Scheel/wetter.de