Wieder mal mit Saharastaub?

Sonne und Wärme - Frühling startet erneut voll durch

Von Björn Alexander und Martin Pscherer

Nachdem Schauer- und Gewittertief THALKE abgezogen ist, breitet sich jetzt Hoch TIM in Deutschland aus. Das bedeutet mehr Sonne und gleichzeitig mischt sich warme Luft aus Süden mit einem satten Frühlingscomeback bei uns ein. Ob die Warmluft mal wieder Saharastaub im Gepäck hat, fragen wir den RTL-Meteorologen Martin Pscherer.

Es geht spürbar aufwärts

Martin Pscherer fasst die Aussichten für das Comeback der Frühlingswärme zusammen: „Nach Auflösung von Nebelfeldern scheint am Donnerstag verbreitet die Sonne. Vor allem im Norden zeigt sich der Himmel die meiste Zeit sogar strahlend blau. Nur rund um die östlichen Mittelgebirge sind teilweise mehr Wolken unterwegs. Zudem wird es angenehm warm. Die Temperaturen erreichen sowohl Donnerstag als auch Freitag häufig 15 bis 22 Grad. Direkt an der Küste ist bei kühlen 12 Grad Schluss.” Das liege am Seewind, erläutert der Wetterexperte weiter.

X-mal Saharastaub über Deutschland

13.04.2022, Baden-Württemberg, Munderkingen: Hinter der Pfarrkirche St. Dionysius geht am Morgen die Sonne auf und beleuchtet dabei auch den Saharastaub, der in der Luft liegt. Foto: Thomas Warnack/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Gibt es wieder schöne Sonnenaufgänge und -untergänge mit dem Saharastaub?

Die Begleitung der Frühlingsluft aus Süden durch den Saharastaub ist in diesem Jahr schon fast inflationär. Mindestens fünfmal war es bereits der Fall. Wird es auch jetzt wieder so sein, Herr Pscherer? „Am Freitag bekommt der Alpenraum und somit vielleicht auch der Süden Deutschlands nochmal einen kleinen Schub Saharastaub. Besonders hoch ist die Konzentration allerdings nicht, sodass wir ihn - wenn überhaupt - nur bei genauerem Hinsehen bemerken werden. Am Samstag zieht er auch schon wieder ab.”

Blutregen in Deutschland - Phänomen bleibt eine Rarität

Auffällig sei laut Pscherer dabei allerdings, dass es der Saharastaub in letzter Zeit öfter bis zu uns schaffe. Und er analysiert: „Das liegt vor allem daran, dass im Mittelmeerraum viele Tiefs unterwegs waren und den Staub aus der Sahara schon ein gutes Stück näher an Deutschland herangebracht haben. Größere Ereignisse wie im März mit gelblich eingefärbtem Himmel und deutlichen Spuren im Regen, dem sogenannten Blutregen bleiben aber nach wie vor die Ausnahme.”

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(bal, mps)