Bodenfrost während der Schafskälte?

Mit kalten Frostnächten in den Sommer

von Karim Belbachir und Martin Pscherer

Wir stehen kurz vor dem meteorologischen Sommerbeginn (1. Juni). Doch bevor es dazu kommt, gibt es noch ein paar Frostnächte zu überstehen. Ob es dann auch bis zum Beginn der Schafskälte reicht, weiß Meteorologe Martin Pscherer.

Sogar Luftfrost nicht ausgeschlossen

Mit Frost eingedeckte Pflanzen: Kurz vor dem Sommer kommt der Winter nochmal vorbei
Ab Sonntag wird es nochmal kalt, zumindest in der Nacht. Bodenfrost steht auf dem Programm.

Die Temperaturen sinken deutlich. Gerade am Wochenende werden wir das zu spüren bekommen. Das gilt nicht nur tagsüber, sondern vor allem auch nachts. Es stehen sogar ein paar Frostnächte bevor. Das gilt für die Nächte zum Sonntag bis zur Nacht zum Dienstag, die Bodenfrost (bis 2 Meter Höhe) bringen können. In den östlichen Mittelgebirgen ist sogar Luftfrost (ab einer Höhe von 2 Metern) möglich. Dann können die Temperaturen in der Nacht am Boden mal bis auf den Gefrierpunkt sinken.

Unser wetter.de-Meteorologe Martin Pscherer erklärt, wo das der Fall sein wird: „Das betrifft in der Nacht zum Sonntag die östlichen Mittelgebirge, das bedeutet Erzgebirge, Thüringer und Bayrischer Wald - In der Nacht zu Montag dann auch die Schwäbische Alb. In der Nacht zu Dienstag sind wieder Thüringer Wald, Erzgebirge und vereinzelt auch das Hochsauerland vom Bodenfrost betroffen.“

Zum Sommerbeginn enden die Frostnächte

Zwei Männer stoßen am Freitag (17.08.2012) in einem Biergarten in Alpirsbach (Kreis Freudenstadt) mit zwei Biergläsern an. Nachlassender Bierkonsum bei den Deutschen sowie zunehmender Konkurrenzdruck von Großkonzernen stellt die 189 Privatbrauereien
Ab Mittwoch kommt mit dem meteorologischen Sommer auch wieder die Wärme zurück.

In ganz exponierten Lagen ist vereinzelt auch Luftfrost möglich. Das ist jedoch schon wieder die letzte Nacht in der mit Bodenfrost gerechnet werden muss, denn ab Mittwoch – pünktlich zum Beginn des meteorologischen Sommers – steigen die Temperaturen wieder deutlich an, und auch in den Nächten im Schnitt zweistellige Plusgrade herrschen. Pscherer erklärt: „Am wärmsten sind die Nächte am Oberrhein. Ab Mitte der Woche gehen die Temperaturen auf bis zu 16 Grad hoch.“

Pünktlich zum Beginn der Schafskälte am 4. Juni sieht es jedoch so aus, als wenn sich die Wärme durchsetzt. Die Temperaturen legen tagsüber, aber auch nachts deutlich zu. Ab Mittwoch sind sogar Höchstwerte von 30 Grad plus X nicht ausgeschlossen. Dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass es zumindest zum Beginn der Schafskälte nochmal richtig kalt wird.

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(kfb/mps)