Frost-Facts: Wie viel Frost gibt es in Deutschland?

Frostland Deutschland - Wie oft friert es durchschnittlich bei uns?

Frost im Sommer? In Deutschland ist in Sachen Frost fast alles möglich. Minus 36 Grad im Februar oder minus 8 im Juli... kein Problem für die Republik. Wo es besonders kalt ist und wo der Frost fast nie zuschlägt haben wir im Video zusammengefasst.

Wie kalt muss es sein, damit ein leichter Frost zum strengen Frost wird?

Grundsätzlich spricht man von Frost, wenn die Lufttemperatur unter den Gefrierpunkt absinkt. Je nachdem, wie tief die Temperatur sinkt, unterscheidet man verschiedene Frostarten.

  • Leichter Frost = 0 bis -4 Grad
  • mäßiger Frost = -4 bis -10 Grad
  • strenger/starker Frost = -10 bis -15 Grad
  • sehr strenger/sehr starker Frost = < -15 Grad.

Hier geht es zum heutigen Temperaturminimum 

Wann wird ein Frosttag zu einem Eistag?

Nicht jeder Frosttag ist ein Eistag. Bei einem Frosttag liegt die Tiefsttemperatur des Tages unter null Grad. Liegt auch die Höchsttemperatur unter null Grad, spricht man von einem Eistag.

Die Anzahl der Eistage beschreibt sehr gut die Härte eines Winters. So hatte z.B. der milde Winter 1974/75 im Rhein-Main-Gebiet nur einen Eistag, im strengen Winter 1969/70 wurden dagegen 40 Eistage registriert.

 Ein Auto faehrt waehrend Bodenfrost auf einer Landstrasse bei Vierkirchen, 18.11.2018. Vierkirchen Deutschland *** A car driving on a country road near Vierkirchen during ground frost 18 11 2018 Vierkirchen Germany PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Co
Bodenfrost ist besonders in den Übergangszeiten im Herbst für Autofahrer eine gefährliche Überraschung. © imago images/photothek, Florian Gaertner/photothek.net via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Am Boden friert es eher als in der Luft

Der erste Frost, den man im Herbst mitbekommt, ist meist Bodenfrost. Denn, während die Temperaturen in der Luft noch bei 5 Grad liegen, kann in Bodennähe schon eine leichte Eisschicht entstehen.

Das passiert besonders in sogenannten Strahlungsnächten, in denen keine Wolken die Luft vor Abkühlung schützen können. 

Kurz erklärt: So entsteht Bodenfrost

Wie hoch der Unterschied zwischen den nächtlichen Tiefstwerten (diese werden immer zwei Meter über dem Erdboden gemessen) und dem Minimum der Temperatur in der Nähe des Bodes sein kann, hängt von mehreren Faktoren ab: Ist wenig Wind vorhanden, senkt sich die kalte Luft ab und kühlt dort noch weiter ab. Herrscht dann noch eine geringe Luftfeuchtigkeit, wird die Chance auf Bodenfrost höher, da trockene Luft weniger Nebel bildet und schneller abkühlt.

Ist die Luftfeuchtigkeit dagegen hoch und weht der Wind stark, muss man auch bei Temperaturen um 1 Grad meist nicht mit Bodenfrost rechnen.

Was ist eigentlich Packeis und wie entsteht es?