Zehntausende protestieren bei Klimakonferenz in Glasgow

Fröhlicher Party-Protest: Fridays for Future ziehen durch Glasgow

Super Stimmung, aber markige Worte

Mit einem bunten, fröhlichen, kreativen und wirklich riesigem Aufmarsch haben etliche Gruppen von Aktivisten gemeinsam mit Fridays for Future Glasgow in eine Partyzone verwandelt. Am Freitag marschierten mehrere Zehntausend Umweltschützer und Umweltschützerinnen durch die Stadt, in der derzeit der Weltklimagipfel COP26 stattfindet. So fröhlich die Meute war, so ernst ist ihr Anliegen: There is no Planet B – es gibt keinen zweiten Planeten. Die Politik soll endlich handeln statt nur zu reden.

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Greta Thunberg sauer: Gipfel nur eine Party des Business

Climate activists march during a demonstration in the center of Glasgow, Scotland, Friday, Nov. 5, 2021, which is the host city of the COP26 U.N. Climate Summit. A protest is taking place as leaders and activists from around the world are gathering i
Wow! Das ist mal einen Menschenmenge, die da in Glasgow durch die Straßen zog. Medien berichten von bis zu 40.000 Teilnehmern.

Greta Thunberg hatte schon vor Beginn der Demo die Konferenz zu einem Gipfel des „Blah Blah“ erklärt und ihre Enttäuschung geäußert. „Das ist kein Klimagipfel mehr. Das ist eine zweiwöchige Party des Weiter so und ein Greenwashing Festival“, sagte die schwedische Mitbegründerin von Fridays for Future.

Es waren nicht nur junge Aktivistinnen und Aktivisten, die durch die Straßen von Glasgow zogen. Auch viele ältere Menschen haben sich auf den Weg in die schottische Hafenmetropole gemacht. Der Zug der Demonstranten war laut, bunt, kreativ und stets friedlich.

Die Teilnehmer forderten in Sprechchören einen „Systemwechsel“ und mehr Klimagerechtigkeit - vor allem für ärmere Staaten. Auf Plakaten waren Slogans zu lesen wie „Kapitalismus killt den Planeten“ oder „Die Dinosaurier dachten auch, sie hätten Zeit“.

Aus der ganzen Welt haben sich Aktivisten auf den Welt gemacht. „Eine Konferenz ändert die Welt nicht. Aber wenn wir alle hier sind und Druck ausüben, dann können wir die Welt ändern“, sagte eine indigene Aktivisten, die aus Guatemala angereist ist.

Wir müssen den Druck dauerhaft aufbauen und deswegen sind wir hier“, sagte ein deutscher Aktivist. „Wir sind die erste Generation, die die Veränderung spürt. Wir sind informiert und wir wissen, in was für einer Welt wir leben wollen. Hier sind so viele Menschen, die motiviert sind und die etwas verändern wollen. Wir müssen nur laut genug sein, dann werden sie uns hören.“

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Viel Lob an die jungen Aktivisten

Climate activists march through the streets of Glasgow, Scotland, Friday, Nov. 5, 2021 which is the host city of the COP26 U.N. Climate Summit. The protest was taking place as leaders and activists from around the world were gathering in Scotland's b
Tausende Umweltschützer auf den Straßen Glasgows.

Viele Experten, Gipfel-Beobachter und Sprecher von Organisationen haben das Engagement der Jugend gelobt. „Ohne Fridays for Future hätten wir keinen EU Green Deal“, sagte zum Beispiel der Vize-Präsident der EU-Kommission, Frans Timmermans.

Auch Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan lobte die vielen Initiativen und das Durchhaltevermögen der jungen Menschen. „Wir sind hier in Glasgow, weil Leben auf dem Spiel stehen. Die nächste Woche ist ein Test für die Menschheit und die Zeit zu handeln. Der Druck der jungen Aktivisten ist hier spürbar. Die Unternehmen haben Angst davor, sie merken, sie müssen sich ändern“, so Morgan.

Solidarisch mit den Demonstranten äußerte sich der frühere US-Vizepräsident Al Gore. „An alle in den Hallen der COP26: Jetzt ist die Zeit auf die Jugend zu hören und zu handeln“, schrieb er auf Twitter.

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(osc)