Wal "Kiska" muss alleine dort leben, wo ihre Babys starben

Einsamster Orca der Welt rammt Kopf immer wieder gegen Beckenwand

Verstörende Bilder aus Marineland-Park in Ontario (Kanada)

Es sind verstörende Bilder von einem Tier, das eigentlich für ein Leben in Freiheit geschaffen ist. Immer wieder rammt Orca-Dame „Kiska“ ihren Kopf gegen die Beckenwand des Marineland-Parks in Ontario (Kanada). Seit zehn Jahren lebt der 44 Jahre alte Wal alleine in dem Becken, sein Nachwuchs ist schon gestorben. Mehr dazu im Video.

Tierschützer kämpfen für Freiheit von Orca-Wal "Kiska"

Mit dem Hashtag #freekiska kämpfen Tierschützer im Netz dafür, dass die bittere Zeit der Gefangenschaft für „Kiska“ endlich ein Ende hat. Die Aufnahmen entstanden nach Angaben von Phil Demers, der früher in dem Park arbeitete, am 4. September. "Kiska ist in Not", schreibt er unter den von ihm auf Twitter hochgeladenen Clip. Ein weiteres Video, das aus einer anderen Perspektive aufgenommen wurde, kommentiert er mit: "Das Grauen muss endlich ein Ende haben."

Orca-Dame "Kiska" lebt seit 1979 in Gefangenschaft

Jeder der Clips wurde schon weit über 200.000-mal aufgerufen (Stand: 13. September). Bevor der Orca in ein geplantes Schutzgebiet für Wale in der kanadischen Provinz Nova Scotia umgesiedelt werde, müsse für ihn dringend eine Zwischenlösung gefunden werden, erklärte Demers gegenüber dem Portal "inews".

„Kiska“ wurde nach Angaben des Tierschützers vor der Küste Islands geboren. Seit 1979 lebt die Orca-Dame in Gefangenschaft. Sie überlebte alle ihre Artgenossen im Marineland-Park – einschließlich der fünf Kälber, die sie auf die Welt gebracht hatte. (bst)