Frau stirbt nach Bad in Ostsee

Bei den "Vibrionen" handelt es sich um stäbchenförmige Bakterien, die im Meerwasser mit eher niedrigem Salzgehalt leben.
Eine Frau starb durch eine Infektion durch Vibrionen.

Killer-Bakterien in der Ostsee: Frau stirbt durch eine Infektion mit "Vibrionen"

Denkt man über die Gefahren nach, die bei einem Bad im Meer so lauern, fallen Bakterien nicht unbedingt in die Top 3. Die "Vibrionen" forderten nun aber ihr erstes Todesopfer in diesem Jahr: Eine Frau infizierte sich mit dem Killer-Bakterium und starb, berichtet die "Ostsee-Zeitung".

Frau stirbt nach Bad in der Ostsee: Vier weitere Vibrionen-Infektionen sind bekannt

Bei der Toten handelt es sich um eine ältere Frau, die zur Risikogruppe der immungeschwächten Personen gehörte. Wie sie sich infizierte, ist nicht bekannt. Neben dem Todesfall registrierte das Landesamt für Gesundheit und Soziales seit Juni vier weitere Erkrankungen durch Vibrionen.

Was sind Bakterien?
Was sind Bakterien? Gesundheitslexikon 01:01

Hat der Klimawandel das Bakterium hervorgerufen?

Der "Vibrio vulnificus" kommt in der Ostsee vor und kann über offene Wunden in den Körper eindringen. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem wie Diabetes oder HIV-Erkrankungen kann das Bakterium sehr schwere Wundinfektionen verursachen.

Es handelt sich um stäbchenförmige Bakterien, die bevorzugt in nicht zu salzhaltigen Gewässern und bei Wassertemperaturen über 20 Grad Celsius aktiv sind. Sie können beim Baden in Hautverletzungen eindringen und rufen in seltenen Fällen schwere Wundinfektionen hervor. Mit dem Klimawandel und den steigenden Wassertemperaturen wächst die Gefahr vor Vibrionen-Infektionen.

Killer-Bakterien auf dem Vormarsch: Zahl der Infektionen durch Vibrionen steigt

In Deutschland sind seit 1993 wiederholt Einzelfälle von Wundinfektionen nach Kontakt mit Ostseewasser bekannt geworden. Im Verhältnis zur Anzahl der Badegäste an der Ostseeküste kommt eine Infektion aber sehr selten vor. Im Sommer 2018 zählte das Amt 18 Erkrankungen, davon drei Sterbefälle. Zum Vergleich: 2013 infizierten sich zwei Badende, einer starb.

Im Verdachtsfall sollte wegen des raschen und schweren Krankheitsverlaufes sofort ein Arzt konsultiert werden. Bestätige sich der Verdacht, sollte der behandelnde Arzt dies an das zuständige Gesundheitsamt melden.