Nach langer Dürrephase

Extreme Wasserknappheit – Dorf verbietet Bewohnern das Zähneputzen

In Frankreich herrscht aktuell eine Dürre. In manchen Regionen wird das Wasser rationalisiert (Symbolbild).
In Frankreich herrscht aktuell eine Dürre. In manchen Regionen wird das Wasser rationalisiert (Symbolbild).

Extremwetter pur! Die Bewohner des kleinen französischen Dörfchens Villars-sur-Var spüren gerade am eigenen Leib, was das heißt. Denn sie dürfen ab sofort das Wasser aus dem Hahn nicht mehr zum Kochen oder zur Bewässerung nutzen – sogar Zähneputzen und Trinken ist nicht mehr erlaubt!

Bewohner bekommen Trinkwasser vom Rathaus

Noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war es in Frankreich so früh im Jahr derart heiß. Die Temperaturen kletterten deutlich über 30 Grad. Da auch der Winter und das Frühjahr viel zu trocken waren, haben die heißen Tage die Dürre in einigen Regionen des Landes verschärft.

So auch in Villars-sur-Var im Norden von Nizza. Es ist viel zu trocken. So trocken, dass die Quelle, die die 760 Einwohner des Örtchens versorgt, nicht mehr genügend Wasser liefert. Statt sich das Wasser einfach aus dem Hahn zu holen, erhalten die Bewohner zwei Flaschen Trinkwasser pro Tag vom Rathaus, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Auch Nizza und Cote d'Azur betroffen

Es sind nicht die ersten Regeln, die die Ortschaft treffen. Die Präfektor Alpes-Maritimes hatte bereits im Mai begonnen, das Wasser zu rationieren. Private Pools durften nicht mehr befüllt werden, Rasen nicht mehr gegossen. Betroffen sind davon auch beliebte Tourismusgegenden, zum Beispiel die Stadt Nizza und die Cote d’Azur.

Für die Menschen in Villars-sur-Var gibt es Hoffnung: Die zuständigen Behörden und Wasserversorgungsbetriebe haben sofort gehandelt und eine neue Entnahmestelle gesucht. Diese ist bereits gefunden, allerdings muss noch geprüft werden, ob die Wasserqualität ausreichend ist. (eon)