Folgen des Klimawandels: Bier könnte künftig das Doppelte kosten

Klimawandel macht Bier teurer
Klimawandel macht Bier teurer 01:26

Schlechte Nachrichten für alle Bierliebhaber

Dass durch den Klimawandel Wetterextreme wie Dürren, Starkregen und Unwetter resultieren, ist inzwischen bekannt. Nun haben Forscher eine weitere Konsequenz ermittelt, die zumindest für einige Menschen eine schlechte Nachricht ist: Das Bier könnte knapp und teurer werden!

Dürre- und Hitzeperioden beeinflussen die Verfügbarkeit von Gerste

Laut des Fachblatts "Nature Plants" berichtet ein internationales Forscherteam, dass sich bei einem ungebremsten Anstieg der Temperaturen die Bierpreise weltweit im Schnitt verdoppeln würden. Der Grund dafür seien die häufig auftretenden Dürre- und Hitzeperioden während der Wachstumsperiode von Gerste. Das würde den Brauprozess aufgrund von Ressourcenmangel stark einschränken.

Betroffen sind davon Länder wie Belgien, Tschechien oder Deutschland - dort drohen Einbußen in der Verfügbarkeit von Gerste von 27 bis 38 Prozent. Selbst unter einem weniger starken Temperaturanstieg ist den Analysen zufolge mit einer Verteuerung von 15 Prozent zu rechnen.

Es droht ein Rückgang des Bierkonsums von bis zu 2,55 Milliarden Liter im Jahr

Für Deutschland errechneten die Wissenschaftler einen Rückgang des Konsums zwischen 0,74 und 2,55 Milliarden Litern jährlich. Dies entspräche einem Rückgang des pro Kopf-Verbrauchs von 18 bis 63 Halbliter-Flaschen im Jahr. Für die Gesundheit, so die Forscher, könnte dies sogar gut sein, doch freuen würde sich wohl niemand über leere Bierregale und steigende Preise.

Die Forscher merken an, dass in der Studie Faktoren wie neue Technologien oder gewisse Anpassungsstrategien an die Bedingungen nicht berücksichtigt wurden. Alle Schätzungen beruhten auf derzeitigen Daten zur Weltwirtschaft, Bevölkerung, landwirtschaftlichen Praktiken oder Ernährungsgewohnheiten.