Flugbegleiter wollen Lufthansa zwei volle Tage bestreiken

20.10.2019, Berlin: Auf einer Anzeigetafel am Flughafen Berlin-Tegel werden zwei Flüge als
Warnstreik der Flugbegleiter - Berlin © dpa, Christophe Gateau, cgt kde

Tarifkonflikt bei der Lufthansa

Nächste Stufe im Tarifkonflikt bei der Lufthansa: Die Gewerkschaft Ufo ruft ihre Mitglieder zu einem zweitägigen Streik bei der Kernmarke auf. Das soll aber noch nicht alles sein.

Am 7. und 8. November wird gestreikt

ARCHIV - 07.09.2012, Hamburg: Ein Ticket der Lufthansa liegt am Flughafen. Heute (25.10.2019) berät der Bundestag über Gesetze zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030. Es geht unter anderem um höhere Steuern auf Flugtickets,die Erhöhung der Pendl
Lufthansa erkennt den noch am Freitag bestätigten Gewerkschaftsvorstand nicht als vertretungsberechtigt an und lehnt Verhandlungen mit der Ufo seit Monaten ab. © dpa, Malte Christians, mch pil lof jai

Die Gewerkschaft Ufo hat zu einem 48-Stunden-Ausstand bei der Lufthansa-Kerngesellschaft am kommenden Donnerstag und Freitag (7. und 8. November) aufgerufen. Betroffen seien alle Abflüge aus Deutschland, teilte die Gewerkschaft am Montag in Frankfurt mit.

Weitere Aufrufe bei anderen deutschen Flugbetrieben des Konzerns seien jederzeit möglich. Erneut werde der gesamte Konzern betroffen sein, kündigte der Ufo-Vize Daniel Flohr an. Grundsätzlich sind Arbeitsniederlegungen bei der Lufthansa-Kerngesellschaft ebenso möglich wie bei vier weiteren Flugbetrieben mit deutschem Tarifrecht. Die Töchter sind für die Lufthansa selbst, die Eurowings und die SunExpress unterwegs.

Lufthansa lehnt Verhandlungen ab

 DEU, Deutschland, Hessen, Frankfurt am Main, 03.09.2019: Flughafen Frankfurt am Main, Frankfurt Airport, Registration: D-AECC Lufthansa CityLine Embraer ERJ-190LR, Leitwerk, Logo  DEU, Germany, Hesse, Frankfurt am Main, 03 09 2019 Frankfurt am Main
Weitere Aufrufe bei anderen deutschen Flugbetrieben des Konzerns seien jederzeit möglich, heißt es. © imago images/Rüdiger Wölk, RÃ’¼diger WÃ’¶lk via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Für alle fünf Flugbetriebe hat die Ufo jeweils separate Tarifforderungen aufgestellt und sich in Urabstimmungen die Zustimmung der Mitglieder zu Streiks geholt. Die Zustimmung lag nach gewerkschaftlichen Angaben vom Freitag zwischen 77,5 und 96,2 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Lufthansa erkennt den noch am Freitag bestätigten Gewerkschaftsvorstand nicht als vertretungsberechtigt an und lehnt Verhandlungen mit der Ufo seit Monaten ab. Die DGB-Gewerkschaft Verdi stünde als Alternative zu Verfügung, hatte aber in der Vergangenheit nicht die Mehrheit der Beschäftigten hinter sich.

Viele Flüge beim letzten Streik ausgefallen

Munich: A female flight attendant is serving the lunch to a passenger sitting in the economy class of the route Munich - Vancouver of Lufthansa Airlines.
Die Gewerkschaft Ufo ruft ihre Mitglieder zu einem zweitägigen Streik bei der Kernmarke auf. © Getty Images, RUBEN RAMOS

In der Auseinandersetzung hatte Ufo bereits am 20. Oktober einen 19-stündigen Warnstreik bei vier Lufthansa-Tochtergesellschaften veranstaltet und dabei mehr als 100 Flüge ausfallen lassen. Der letzte reguläre Ufo-Streik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft datiert aus dem Jahr 2015.