Flächendeckender Winter in Sicht

Flächendeckender Winter in Sicht
GFS Essen 850hPa

Schnee bis ins Flachland möglich

Nach einer kurzen Pause macht der Winter einen neuen Anlauf in Deutschland Fuß zu fassen. Für die zweite Januarhälfte sieht alles nach einem fulminanten Winter-Comeback aus. Diesmal bleibt es nicht dabei, dass Teile Deutschlands winterliche Temperaturen und Schnee erleben, diesmal wird es wohl ganz Deutschland treffen. Selbst für das Rheinland besteht die Chance einer weißen Überraschung.

Schon seit einigen Tagen berechnet das amerikanische Wettermodel GFS immer wieder deutlich unterdurchschnittliche Temperaturen für die zweite Januarhälfte. Dabei fallen die Berechnung mal krasser, mal weniger krass aus. Meist tendieren die Ensemblemittel aber zu leichtem Dauerfrost oder knapp positiven Temperaturen.

Unser Beispiel zeigt den 06.00-UTC-Lauf des GFS für die Referenzhöhe von 1.500 m, für Essen. Die rote Linie zeigt das langjährige Mittel, die weiße Linie das Mittel der Ensembleläufe. Einige Ensemble, wie der GFS-Hauptlauf (dicke grüne Linie) berechnen sogar einen richtig drastischen Temperatursturz, das ist aber sehr, sehr unwahrscheinlich.

Am unteren Rand der Grafik ist der prognostizierte Niederschlag zu sehen. Wirklich viel ist es nicht, aber für einen Touch von weiß würde es reichen.

Der Blick in die 28-Tage-Temperaturprognose bestätigt den Trend zu normalem winterlichen Wetter bis Ende des Monats. Es sind kaum positive Abweichungen zu sehen, erst um den Monatswechsel herum deuten sich wieder leicht überdurchschnittliche Temperaturen an.

Fazit: Ab der zweiten Januarhälfte scheint erstmal Schluss mit den milden Westwetterlagen zu sein. Die einströmende Kaltluft bringt flächendeckenden Winter. Bei entsprechenden Niederschlagsgebieten kann es bis in Flachland Schnee geben.