Fläche größer als Schottland: Forscher finden weltgrößte 'Todeszone'

Kein Überleben für Pflanzen und Tiere möglich

Im Golf von Oman (arabische Halbinsel) haben Forscher aus England und dem Oman die weltweit größte 'Todeszone' entdeckt. Das sind Gebiete im Meer, in denen weder Pflanzen noch Tiere unter Wasser überleben können. Grund dafür ist der geringe Sauerstoffanteil in diesen Gewässern. Das Gebiet sei größer als Schottland, wie es in einer Studie, die im Fachblatt 'Geophysical Research Letters' veröffentlicht wurde, heißt. 

Klimawandel und Umweltverschmutzung lassen Gewässer sterben

In einigen Meeresregionen kommen diese 'Todeszonen' in 200 bis 800 Metern auf natürliche Weise vor. Sie können wie im Golf von Oman allerdings auch durch den Klimawandel und Umweltverschmutzung entstehen. Durch die Wärme des Klimawandels verliert das Meer an Sauerstoff. Außerdem sinkt der Sauerstoffgehalt durch seine Verschmutzung mit Dünger und Abwässern. 

Das Gebiet blieb bislang unerforscht, da Piraterie und Konflikte in der Region die wissenschaftliche Erforschung des Meeresgebiets verhinderten. Nun haben Forscher der Universität East Anglia und der Sultan-Kabus-Universität in Oman das betroffene Gebiet acht Monate lang mit Unterwasser-Robotern untersucht.