Extreme Hitze sorgt für bedrohliches Phänomen

Feuerwolken fachen die Buschbrände in Australien weiter an

Die Entstehung von Feuergewittern droht

Riesige pilzartige Wolken, die gefüllt sind mit Ruß und Asche, bilden sich derzeit über der Gluthitze des brennenden Australiens. Die große Gefahr solcher Wolken: In der Folge können sich daraus sogenannte Feuergewitter entwickeln. Die Blitze dieser Gewitter können dann neue Brände entfachen. Im Video sehen Sie die bedrohlichen, manches mal glutroten Wolkenformationen, auch  Pyrocumulonimbus genannt. 

Gewitter-Blitze können neue Feuer entfachen

Es ist eine besonders heikle Wetterlage derzeit in den brennenden Regionen Australiens. Denn die Brände kreieren quasi ihr eigenes Klima-Umfeld. Durch Pyrocumulonimbus-Wolken, auch Feuerwolken genannt. Durch das Feuer entsteht extreme Hitze, die mit Rauch, Ruß und Asche nach oben steigt. Dort kühlt sie ab und es entsteht eine Wolke, die immer größer wird und höher steigt. Durch große Temperaturunterschiede entwickeln sich Gewitter. Und dadurch entstehen Fallböen oder auch – manchmal kilometerweit entfernt Blitze, die dann neue Brände anfachen.

Animation: So entstehen die Feuergewitter

Die Gewitterwolken in Australien erzeugen besonders viele Blitze

Christian Häckl, RTL-Chef-Meteorologe erklärt: "Prinzipiell kennen wir das Phänomen aus Deutschland von heißen Sommertagen. Auch dann entwickelns sich mächtige Wolken, dass daraus Gewitter entstehen. Das Problem in Australien: Die Hitze ist viel größer, die Wolken entstehen schneller, bringen viel weniger Regen aber viel mehr Blitze. Weil in diesen Wolken jede Menge Ruß- und Ascheteilchen enthalten sind laden sie sich viel schneller auf und entladen sich entsprechend mit Blitzen. Die Blitze können dann in noch vom Feuer entfernten Gebieten neue Brände auslösen."