Es muss nicht immer teuer sein

Test: Was taugen Feuerschalen vom Discounter?

Feuerschalen im Test: Teuer oder günstig?

Der Herbst- so richtig beliebt ist er bei den Deutschen nicht. Es ist kalt, zeitig dunkel und irgendwie ungemütlich. Und doch gibt es eine Sache, die zu dieser Jahreszeit Erwachsene und auch Kinder besonders gern machen: ein Lagerfeuer. Vor allem Feuerschalen eignen sich hervorragend dafür- doch muss es immer gleich ein teures Modell sein? Familie Wolf hat es getestet- wie gut das Discounter-Modell abschneidet, sehen sie im Video.


Feuerschalen-Kauf: Sicherheit geht vor

Im Discounter, im Baumarkt oder auch online- überall kann man Feuerschalen inzwischen kaufen. Doch es gibt auch einige Dinge, die zu beachten sind, denn nicht jedes Produkt ist gut und sicher. „Das Material sollte massiver Stahl sein und sie sollte einen Durchmesser von 70-80 Zentimeter haben, sodass man auch genug Holz reinmachen machen kann.“, erklärt Feuerwehrmann Steffen Ottilie von der Freiwilligen Feuerwehr Lutherstadt Eisleben. Ist die Schale zu klein, besteht die Gefahr, dass das brennende Holz aus der Schale herausragt und die Glut auf den Boden fällt und ein Feuer entfacht. Wichtig ist außerdem, dass die Schale nicht wackelt und einen sicheren Stand hat. Und zu guter letzt rät der Experte zu Feuerschalen mit Funkenschutzkorb. Sie sorgen für eine erhöhte Sicherheit. Allerdings können diese Körbe auch einzeln gekauft werden, sodass auch Feuerschalen ohne diesen Schutz nicht zwangsläufig schlecht sind.

Feuerschalen-Platz: Nicht jeder Ort ist geeignet

Test: Was taugen Feuerschalen vom Discounter?
Feuerschale auf dem Rasen: Die Fläche vor dem Entzünden immer mit einer Gießkanne bewässern © Buschbeck

„Ein fester, nicht brennbarer Untergrund bietet sich hier am besten an- so kann ich danach auch die Asche zusammenkehren und entsorgen.“, rät Steffen Ottilie. Das heißt, der beste Platz für eine Feuerschale ist ein gepflasterter Untergrund. Es eignen sich aber auch Fläche aus Erde oder Gras. Hier gilt es allerdings zu beachten, dass das Gras vorher nass gemacht werden muss, bevor das Feuer entzündet wird. Der Feuerwehrmann sagt weiter: „Es sollte im Umkreis von 5 Metern nichts Brennbares sein, sodass ich mich auch zurückziehen kann, falls Holz herausfällt und ich mich selbst nicht verletzte. Ringsherum sollten keine Bäume über der Feuerschale sein“. Von der Benutzung auf Balkonen rät Ottilie absolut ab. Auf solch kleinem Raum kann ich mich schwer in Sicherheit bringen, sollte es zu einem Feuer-Unfall kommen. „Und wenn der Balkon überdacht ist, würde der Rauch, der CO enthält, in die Wohnung eindringen können und da kann es zu Vergiftungen kommen“, erklärt er.

Feuer löschen: so geht es

„Wenn das Feuer runtergebrannt ist, würde ich es über Nacht stehen lassen, dann kann es abkühlen.“, so Ottilie. Alternativ kann man das Feuer auch mit einem Eimer Wasser ablöschen. „Die Feuerschalen haben ein Loch unten drunter, damit das Wasser ablaufen kann“, erklärt der Feuer-Experte. Die Asche muss dann nur noch trocknen und kann im Hausmüll entsorgt werden. Der Wassereimer sollte sowieso dauerhaft neben der Feuerschale stehen, um im Falle eines Notfalls schnell reagieren zu können. Wichtig ist hierbei, einen Eimer aus Blech zu wählen, weil Plastikeimer schnell schmelzen können. Metall ist gegen die Hitze beständiger.

Feuerschalen-Gebrauch mit Kindern: Eltern haben Aufsichtspflicht

Feuerschalen- ein Spaß für die ganze Familie
Feuerschalen- ein Spaß für die ganze Familie © RTL, Bergholz, Cathleen [infoNetwork]

Feuerschalen können wie auch ein offenes Feuer gefährlich werden, wenn sie unbeaufsichtigt sind. Deshalb sollte immer mindestens eine Person das Feuer überwachen. Diese Person muss allerdings ein Erwachsener sein, kein Kind. „Kinder sollten immer unter Beobachtung sein, nicht herumtollen und sich nicht mit anderen Kindern hin und her schubsen.“, erzählt Steffen Ottilie. Das heißt, wer mit seinen Kindern das Feuer rund um die Feuerschale genießen will, muss sicherstellen, dass sie dauerhaft unter elterlicher Aufsicht stehen. Der Sicherheitsabstand zum Feuer sollte mindestens ein Meter betragen und gilt nicht nur für Kindern sondern auch für ihre Eltern.

Ich habe Feuer gemacht- so brennt das Holz in der Feuerschale am besten

Es ist wichtig, wie man das Holz stapelt, damit zwischen den Stücken auch genug Luft hindurchkommt. „Man sollte nicht zu kompakt packen, sodass beim Anzünden genug Sauerstoff da ist und das Feuer entfachen kann“, erklärt Feuerwehrmann Ottilie. Das Holz sollte dabei immer unbehandelt sein. Als Anzünder-Hilfe eignen sich Zeitungspapier oder Anzünder-Würfel für den Ofen. Die Holzstücke sollten außerdem nie größer als die Feuerschale sein, sodass die Glut immer im Inneren bleibt. „Wenn ein ordentliches Glutbett unten ist, legt man 1-2 Holzstücke nach. Das reicht aus.“, so Ottilie.


Wenn Sie im Herbst nach ein bisschen mehr Aktion suchen, dann schauen Sie mal hier. Zwei RTL-Reportinnen zeigen Ihnen, was Sie allein oder mit der Familie trotz Corona zur kalten Jahreszeit noch alles machen können.

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