Feuer in Kalifornien: Das sogenannte 'Thomas-Feuer', breitet sich weiter aus

Kalifornien: Überall Rauch und Feuer
Kalifornien: Überall Rauch und Feuer Immer mehr Orte von Flammenhölle betroffen 00:01:13
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Kalifornien kämpft weiter gegen die Buschbrände

Nachdem die Feuerwehr das sogenannte 'Thomas-Feuer' am Freitagabend (Ortszeit) zu zehn Prozent eindämmen konnte, haben sich die Flammen wieder ausgebreitet. 

'Thomas-Feuer' ist zum fünftgrößten Flächenbrand in der Geschichte Kaliforniens angewachsen

Laut 'Los Angeles Times' ist das 'Thomas-Feuer' um weitere 200 Quadratkilometer angewachsen. Damit ist dieser Brand der fünftgrößte Flächenbrand in der neueren Geschichte des US-Bundesstaates. Erneut wurden 5.000 Menschen aufgefordert, die Gegend zu verlassen. Nur zehn Prozent des Feuers seien unter Kontrolle, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Behördenangaben.

Seit vergangenem Dienstag breiten sich die Buschbrände in Südkalifornien aus. Aus den Brandgebieten wurde bisher ein Todesopfer gemeldet. Eine 70-jährige Frau war auf der Flucht vor den Flammen mit ihrem Auto bei einem Unfall ums Leben gekommen. Mehrere Feuerwehrleute und Anwohner erlitten Verletzungen.

Promi-Viertel Bel Air war zeitweise von den Flammen bedroht

Buschfeuer in Kalifornien
Die Überreste eines vom Feuer zerstörten Hauses, aufgenommen am 07.12.2017 in Bel Air, einem Stadtteil von Los Angeles (USA). © dpa, Ed Crisostomo, zeus jhe

Ein Buschfeuer war dem Promi-Viertel Bel Air in Los Angeles mit seinen Luxus-Villen gefährlich nahe gekommen, konnte aber am Donnerstagabend (Ortszeit) zu 30 Prozent unter Kontrolle gebracht werden. Allerdings seien sechs Häuser abgebrannt, zwölf weitere beschädigt worden. Mehrere Tausend Menschen hatten dort zuvor ihre Villen räumen müssen.

Das nahe gelegene weltberühmte Getty-Kunstmuseum im Westen von Los Angeles kam unbeschadet davon. 

Behörden gehen davon aus, dass hunderte Häuser vernichtet wurden

Buschfeuer in Kalifornien
Ausgebrannte und völlig zerstörte Häuser sind am 08.12.2017 im Rancho Monserate Country Club bei BonsallIm Norden des San Diego County zu sehen. © dpa, K.C. Alfred, zeus hpl

Am schlimmsten wüteten die Flammen bisher im Bezirk Ventura County, nordwestlich von Los Angeles. Zehntausende Menschen mussten dort ihre Häusern verlassen. Das ganze Ausmaß der Schäden ist noch nicht abzusehen. Die Behörden befürchten, dass hunderte Häuser vernichtet wurden. Auch ein Weingut des Medien-Moguls Rupert Murdoch in Bel Air hat  großen Schaden genommen. Ein Mitarbeiter des Weinguts teilte am Donnerstag dem Magazin 'Wine Spectator' mit, dass die Feuerwehr zwar die meisten Gebäude vor den Flammen schützen konnte, ein Lagerhaus mit teuren Weinen sei allerdings den Flammen zum Opfer gefallen. 2012 hatte Murdoch das Anwesen für knapp 29 Millionen Dollar erworben.

Nach extremer Trockenheit ist die Vegetation ein gefährlicher Zündstoff

Klimaexperten machen die extreme Trockenheit und die seit Montag tobenden Santa-Ana-Winde für die starke Feuersbrunst im Süden Kaliforniens verantwortlich. Für die Jahreszeit sei es in der Küstenregion ungewöhnlich trocken, sagte der Klimaforscher Daniel Swain am Donnerstag der 'Los Angeles Times'. Heißes Sommer- und Herbstwetter hätten die Pflanzendecke völlig ausgedörrt. Die typischen Winterregen seien bisher ausgeblieben.