Gerade im Winter ein Problem

So gefährlich sind beschlagene Fenster - und das hilft!

Beschlagenes Fenster in Nahaufnahme
Nicht nur in der Küche und im Bad, auch im Schlafzimmer beschlagen die Fenster im Winter sehr schnell. © iStockphoto

Nicht nur in Küche und Bad

Wer kennt es nicht: Nach einer ausgedehnten Dusche oder nach dem Kochen beschlagen die Fenster gerne mal. Je kälter es draußen ist und je wärmer es innen ist, desto lästiger wird es! Aber gerade jetzt bei den kalten Temperaturen sind in vielen Haushalten nicht nur diese Räume betroffen, sondern auch Schlaf- und Wohnzimmer. Und wer da nicht richtig reagiert, kann unter Umständen auch gesundheitliche Folgen riskieren!

Daher kommt die Feuchtigkeit - und so kriegt man sie wieder weg

Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist meist der Grund für feuchte Scheiben. Der Dampf trifft auf den kältesten Punkt, aufs kalte Fenster und kondensiert da zu Wasser. Entfernt man das Wasser nicht umgehend, kann das nicht nur zu optischen Mängeln wie Flecken an den Wänden und Schäden an den Tapeten führen, sondern auch die Gesundheit gefährden. Denn Bakterien, Milben und Pilze bevorzugen feuchte Wände – im schlimmsten Fall kann das zu Schimmel führen.

Grundsätzlich sollte man versuchen, die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren, bevor sich das Wasser an den Fenstern absetzen kann. Dabei hilft ein Messgerät – 50 bis 55 Prozent Luftfeuchtigkeit sind optimal.

Um diesen Wert zu erreichen, ist das Wichtigste:

  1. Richtiges Lüften: Das A und O ist: Die warme, feuchte Luft nach außen transportieren und die Raumtemperatur konstant halten. Heißt: So oft wie es geht in der Wohnung stoßlüften. Dabei aber darauf achten, dass die Wohnung nicht komplett auskühlt, also auch nicht das Fenster stundenlang auf Kipp stellen. Außerdem muss die Luft im Raum gut zirkulieren können, also am besten schwere Vorhänge, Zimmerpflanzen u.ä. nicht vor dem Fenster stehen lassen.
  2. Richtiges Heizen: Es sollte keinen starken Temperaturschwankungen geben, heißt, die Heizung nicht mehrfach am Tag hoch und runterdrehen. Mehr Tipps zum richtigen Heizen, können Sie hier nachlesen. Ebenso sollte man die Türen verschließen, wenn unterschiedliche Räume verschiedene Temperaturen haben.
  3. Feuchtigkeit aus der Luft ziehen: Dafür gibt es mehrere Hilfsmittel – einige davon hat sicher jeder Zuhause!
  • Schüssel mit Salz: Das Salz zieht die Flüssigkeit aus der Luft und sammelt diese, bevor sie sich absetzt.
  • Genauso funktioniert eine Socke mit Katzenstreu: Einfach befüllen und über Nacht vors Fenster legen.
  • Etwas wirksamer sind Luftentfeuchter, die entweder mit einem Granulat oder mit einem Wasserauffangbecken funktionieren. Allerdings haben sie ein kleines Fassungsvolumen und sind deshalb eher für kleine Räume, wie Bad, Küche o.ä. geeignet.
  • Fensterheizungen, die gezielt die Scheiben erwärmen, können ebenfalls Abhilfe schaffen.

Übrigens: Auch das Wäschetrocknen führt zu einer erhöhten Luftfeuchtigkeit! Wer kann, sollte seine Wäsche also unbedingt draußen oder im Waschkeller trocknen.