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Februar 2021: Wettervorhersage so schwierig wie selten

Wetter-Check: Früher wäre das nicht passiert

Wer in diesen Tagen seine Wetter-App genau im Blick hat und vielleicht sogar unterschiedliche Wetter-Apps verschiedener Anbieter nutzt, der bekommt vielleicht das Gefühl, dass da irgendwas nicht richtig läuft. Hier gibt es nämlich durchaus sehr unterschiedliche, sogar gegenläufige Vorhersagen. Hätte es früher – also vor vielleicht 30 oder 40 Jahren – bereits Wetter-Apps gegeben, dann wäre das Kuddelmuddel bei weitem nicht so groß gewesen. Der Grund ist einfach: Heute gibt es sehr viele verschiedene Wettermodelle und Vorhersage-Produkte. Und die haben mit der aktuellen Wetterlage und der Vorhersage enorme Probleme.

Das Wetter am Wochenende: So riesig ist die Spanne

Wetter-Apps zeigen teilweise unterschiedliche Wettervorhersagen.
Wetter-Apps zeigen teilweise unterschiedliche Wettervorhersagen. © RTL Interactive

Dass es bei einer Vorhersage von mehreren Tagen auch viele Optionen in der Wetterwelt der Computermodelle gibt, das ist sicherlich nachvollziehbar. Schließlich setzt jedes Wettermodell eigene Akzente und ist räumlich und zeitlich unterschiedlich aufgelöst. Aber schon die Entwicklung für das kommende Wochenende dürfte momentan vielen Meteorologinnen und Meteorologen die sprichwörtlichen Schweißperlen auf die Stirn treiben. Von Frühling bis Frostluft ist alles dabei.

So viel scheint sicher: Der Süden bleibt am längsten mild

Was die Wettercomputer momentan eint, das ist die Tatsache, dass die Kaltluft aus Norden kommt. Und damit scheint eines sicher: Die mildeste Luft mit den höchsten Temperaturen hält sich im Süden am längsten. Gleichzeitig klopft die richtige Winterluft zuerst bei den Nordlichtern an. Hier sind sich die maßgeblichen Wettermodelle Relativ einig.

Das Europäische Wettermodell: Der Winter-Pate

Das Regenradar in der wetter.de App
Das Regenradar in der wetter.de App © RTL Interactive, wetter.de

Geht es um einen knackig kalten Februar mit Schnee und Eis, dann hatte bisher in der Regel das Europäische Wettermodell vom ECMWF den Hut auf. Dieses dient auch als Grundlage für unseren 42-Tage-Wettertrend. Und wenn es nach den aktuellen Vorhersagen geht, dann drückt die Winterluft und einem eiskalten Wind am Wochenende schon bis runter an die Mittelgebirge und die Mainlinie. Und nächste Woche wäre demnach ganz Deutschland weiß und die Nordhälfte sogar richtig tief verschneit mit zum Teil über 30 Zentimeter Schneeauflage.

Der Spielverderber kommt aus den USA

Den mildesten Gegenspieler haben die Winter-Berechnungen im GFS, dem Amerikanischen Wettermodell. Am Wochenende würde es demnach auch in der breiten Landesmitte lange mild bleiben. Nächste Woche ist der Unterschied noch krasser. Nordöstlich der Elbe sehen die Vorhersagen ebenfalls die geschlossene Schneedecke. Ansonsten wäre Deutschland nahezu schneefrei.
Eine wirklich spannende Entwicklung also, über die wir Sie in unserem 7-Tage-Wettertrend immer auf dem Laufenden halten.

Unsere Wettertrends und Langfristprognosen

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-Themen haben, so können wir Ihnen den 7-Tage-Wettertrend ans Herz legen mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht brauchen Sie aber auch unsere Langfristprognose von ECMWF und NOAA.

Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.

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