Schlaganfall mit 23

Familie aus Cambridge kämpft um Chantelle

Nach zwei Schlaganfällen: Aufgeben kommt für Chantalle Blakeman nicht in Frage.
Nach zwei Schlaganfällen: Aufgeben kommt für Chantalle Blakeman nicht in Frage. © RTL, BPM Media

Junge Britin überlebt zweifachen Schlaganfall

Chantelle Blakeman aus Cambridge ist halbseitig gelähmt. Im Alter von gerade einmal 23 Jahren erleidet sie im April einen Schlaganfall. Sie wird ins Krankenhaus gebracht und landete kurze Zeit später durch einen zweiten Schlaganfall sogar auf der Intensivstation. Zu diesem Zeitpunkt ist nicht klar, ob die junge Britin überleben wird. Ihre Familie bangt und will jetzt eine heimische Pflege organisieren.

"Schlaganfälle können in jedem Alter stattfinden"

Rauchen, Übergewicht oder Bluthochdruck sind einige Gründe für ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. Eine Altersgrenze gibt es aber nicht, weiß RTL-Medizinexperte Dr. Christoph Specht. Das musste auch die 23-jährige Chantelle Blakeman aus Cambridge erfahren. Seit mittlerweile vier Monaten erholt sich die junge Britin im Krankenhaus von gleich zwei Schlaganfällen.

„Das kann mit Gerinnungsstörungen oder einer Blutung zusammenhängen“, ordnet Dr. Specht die Lage ein. Eine offizielle Diagnose von Chantelle Blakeman liegt rtl.de nicht vor.

Die 23-jährige Britin muss nach einer halbseitigen Lähmung das Laufen und Sprechen neu lernen.
Die 23-jährige Britin muss nach einer halbseitigen Lähmung das Laufen und Sprechen neu lernen. © RTL, BPM Media

Von der eigenen Wohnung in die Vollzeitpflege

„Mit 15 brach sie sich Hüfte und Oberschenkel. In zwei Jahren musste sie deshalb fast zehn Mal operiert werden“, berichtet Alisha Blakeman dem Magazin METRO. Sie ist die Schwester von Chantelle und steht ihr in dieser schweren Zeit bei.

Bis auf den Vorfall vor acht Jahren sei Chantelle aber bei guter Gesundheit gewesen. Sie hatte eine eigene Wohnung und stand mit beiden Beinen im Leben. Jetzt muss Chantelle Blakeman das Laufen und Sprechen neu lernen. Auch wenn sie, trotz halbseitiger Lähmung, große Fortschritte macht, ist eine Rückkehr in ihre eigene Wohnung aussichtslos. Stattdessen benötigt die junge Britin eine intensive Pflege.

„Der Vorteil bei jungen Gehirnen – im Vergleich zu älteren - ist, dass es je nach betroffenem Gebiet mehr Kapazitäten gibt. Mit viel Anstrengung ist es leichter, verloren gegangen Dinge wieder zu erlernen“, so Dr. Specht. Dies dauere allerdings Monate bis Jahre.

Familie bereitet sich auf Rückkehr vor

Chantelle’s Mutter hat schon alle Ersparnisse aufgebraucht und sogar den Job gekündigt. All das um ihre Tochter, rund um die Uhr, bestmöglich zu pflegen. Und deshalb steht auch noch viel an: So muss das Zimmer im Elternhaus umgebaut werden. Um alles an die Bedürfnisse von Tochter Chantelle anzupassen, hat die Familie extra eine Spendenaktion gestartet. Die Zielsumme von 1000 Pfund ist zur Hälfte erreicht. (jho)