"Nein" zu Fast Fashion

Diese Agentur vermittelt ihre Models nur an nachhaltige Kunden

Agentur achtet genau auf ihre Kunden

Die Werbebranche ist ein hart umkämpftes Geschäft. Wer als Model den Durchbruch vor der Kamera auch in finanzieller Hinsicht schaffen möchte, muss hin und wieder auch für Marken modeln, mit deren Grundwerten man sich vielleicht eher nicht identifizieren kann oder möchte. Aus diesem Grund hat die Butzbacherin Anna Voelske die nachhaltige Agentur „fair Model“ gegründet – Models werden hier ausschließlich an nachhaltige und faire Auftraggeber weitervermittelt. Wie genau das funktionieren kann, sehen Sie im Video.

Nachhaltigkeit muss tiefer ins Bewusstsein eindringen

Wenn der 41-jährige Pastor Kornelius Weiß nicht vor seiner Kirchengemeinde steht, verdient er sein Geld vor der Kamera mit diversen Modeljobs. Er ist eines der 60 Models, die Anna Voelske in ihrer Agentur betreut. „Ich finde es wichtig, dass das Thema Nachhaltigkeit noch mehr an der Basis ankommt und noch mehr vorangetrieben wird“, erzählt er uns im Interview. Während wir mit unserem Kamerateam vor Ort waren, ließ sich Kornelius übrigens gerade für die Werbekampagne eines fairtrade-Kaffees ablichten.

Kornelius Weiß aus Butzbach
Kornelius Weiß legt viel Wert auf Nachhaltigkeit - deshalb möchte der 41-Jährige auch nicht für Fast Fashion vor der Kamera stehen. © rtl.de

„Fast Fashion“ kann auch rufschädigend sein

Anna Voelske möchte mit ihrer nachhaltigen Agentur eine Marktlücke schließen und auch ein weitverbreitetes Branchen-Problem lösen: „Ich hatte schon immer einige nachhaltige Kunden“, sagt sie, „und die haben mir dann erzählt, dass sie einige Models gar nicht mehr buchen können, weil die bereits für Fast Fashion-Labels vor der Kamera standen.“ Darüber hinaus sei der Job für nachhaltige Firmen deutlich erfüllender. Laut Voelske falle den Models ihre Arbeit leichter, wenn sie wissen, dass durch den Verkauf der beworbenen Produkte die Welt ein Stück besser gemacht wird. (kmü)