Fahrradfahren mit Hund: So geht's

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Ein Hund im Fahrradanhänger? Klar, das geht. © picture-alliance / Friedel Giert, Friedel Gierth

Entspannung für Mensch und Hund

Eine nette kleine Fahrradtour kann sowohl für den Menschen als auch für dessen Hund eine sehr schöne und entspannende Sache sein. Damit es aber auch klappt, und es unterwegs kein Desaster gibt, müssen vorher ein paar Dinge eindeutig geklärt sein. Hunde variieren bekanntlich in Rasse und Größe, und nicht jeder Hund ist für jede Art von Radtour geeignet. Manche sind in einem Korb besser aufgehoben, manche in einem Anhänger, manche sind zum Rennen geboren. Der Mensch sollte in jedem dieser Fälle wissen, was als Radfahrer auf ihn zukommt. Er sollte das Fahrrad angemessen gut beherrschen.

Mi oder ohne Fahrrad: Das Team sollte eingespielt sein

Vorweg sei gesagt: Ja, es ist erlaubt, den Hund mit dem Fahrrad Gassi zu führen, egal ob mit Leine, ohne Leine, im Anhänger oder im Korb. Allerdings müssen Herrchen/Frauchen und Hund ein eingespieltes Team sein. Der Korb am Lenker ist nur für die kleinsten unserer besten Freunde (bis circa fünf Kilo) geeignet, und auch ein Anhänger bietet nicht jedem vierbeinigen Gefährten Platz. Und selbst wenn: Nicht jeder Hund mag es, darin mitgenommen zu werden. Sie werden es an der Reaktion merken… Eventuell kommt ein Hundefahrradanhänger als Alternative infrage. Hier haben wir einige Geräte verglichen.

Neben oder hinter dem Fahrrad: Kommt auf den Hund an

Ab einer gewissen Größe bleibt den Fellnasen nur das Nebenhertrotten, das liegt nicht allen, aber mit den Lauffreudigen kann es ein großer Spaß werden. Hier bieten sich mehrere Möglichkeiten. Sie können den Hund ganz normal an die Leine nehmen. Das sollten Sie jedoch nur tun, wenn Sie und der Hund ein eingespieltes Team sind und Sie Ihr Fahrrad entsprechend gut beherrschen. Denn entweder Sie fahren einhändig oder Sie greifen mit einer Hand sowohl Leine als auch Lenker (gute Fahrradgriffen finden Sie in unserem Vergleich). In beiden Fällen müssen Sie bedenken, dass Sie dem Hund damit eine gewisse Macht über Sich und Ihr Fahrrad einräumen. man sollte die Kraft eines Hundes nicht unterschätzen.

Wenn Ihr Partner spontan stehen bleibt oder abrupt die Richtung wechselt, reißt es Ihnen den Arm nach hinten. Wenn man das  nicht ausbalancieren kann, kommt es zum Sturz, womit man sich selbst, den Hund und andere gefährdet. Man kann eine lange Leine nutzen und genug "Reserve" in der Hand halten. Es  bietet sich auch eine flexible Leine an, oder eine Leine mit einem Klettverschluss, der sich bei zu starker Belastung löst. Das Angebot an entsprechenden Modellen ist groß.

Spezielle Leinen machen es dem Fahrradfahrer einfacher

Außerdem gibt es Leinen mit speziellem Gestänge, das man an das Fahrrad montieren kann, damit der Hund in ausreichendem Abstand zum Rad läuft. Am besten lassen Sie den Hund rechts von sich laufen, damit er gerade auf Straßen vor dem Gegenverkehr geschützt ist. Dennoch sollten Sie Straßen bei einer Tour mit Hund meiden. Der harte Untergrund und der Verkehr sind Stress für das Tier. Damit auch kurze Strecken auf der Straße reibungslos funktionieren, sollte der Hund Straßenverkehr gewöhnt sein. Und natürlich sollte er mit dem Fahrrad vertraut sein. Doch bevor Sie irgendein Risiko eingehen, weil eine Situation unübersichtlich wird: Absteigen.

Im Dunkeln sollte nicht nur das Fahrrad mit Licht ausgestattet sein. Für den Hund bietet sich ein leuchtendes Halsband an, die Leine sollte Reflektoren haben. Doch ob nun am Tag oder am Abend, im Korb oder an der Leine: In erster Linie sollten sowohl Mensch als auch Hund Spaß an der Sache haben.