Fahrrad Mountainbike

Welche Ausrüstung brauche ich?

Es klingt ja ganz einfach: Rauf aufs Rad und ab ins Grüne. Mit dem Mountainbike ein simpler Spaß. Aber Vorsicht. Wer sich mit dem Mountainbike (MTB) oder auch einem E-Mountainbike ins Gelände wagt, der sollte schon vorbereitet sein. Denn Stürze kommen schlichtweg im Wald viel häufiger vor als auf der Straße. Das Fahren über Wurzeln, Steine, Stöcke und Äste will gelernt oder wenigstens geübt sein. Vor allem die Feuchtigkeit ist eine schlüpfrige Sache. Der Waldboden und die Wurzeln und Äste trocknen viel langsamer ab als die Straße. Daher kann es im Wald noch tagelang feucht sein, auch wenn es nicht mehr geregnet hat. Eine gefährliche Falle.   

Wo sind die besten Strecken?

Ein Mountainbike-Fahrer fährt in München auf einer Mountainbike-Strecke im Wald.
Rauf aufs Rad und ab ins Grüne. Abseits der befestigen Radwege macht Mountainbiken besonders Spaß. © dpa, Tobias Hase, tha sja rho uvo sja

Das heißt, Sie brauchen mindestens einen Helm. Handschuhe verleihen Grip am Lenker und schützen die Haut bei Stürzen. Profis fahren auch mit Ellbogen- und Knieschonern, aber für den Hausgebrauch reichen Helm und ein paar Handschuhe. Es ist auch nicht unbedingt ratsam, in kurzen Hosen zu fahren. Eine dünne Hose unter der normalen Mountainbike-Radhose hilft vor allem beim Fahren durch enge Trails. Denn da kommt man schon mal mit der Flora in Kontakt und die kann in Form von Brombeeren oder Brennnesseln durchaus unangenehm werden. Verkratzte Beine sind dann unvermeidlich. Außerdem ist eine lange Hose auch ein guter Zeckenschutz.

Am Mountainbike selbst ist eine stabile Fahrradkette entscheidend. Wir haben verschiedene Modelle verglichen und eine Fahrradketten-Bestenliste zusammengestellt.

Und wo kann man besten fahren? Eigentlich bieten sich vornehmlich die Mittelgebirge an. Die meisten Tourismusverbände sind längst auf die Mountainbiker eingestellt. Im Harz gibt es etliche Trails, ebenso in der sogenannten Vogelsbergarena rund um den Hoherodskopf. In der Rhön lässt es sich über Feldwege genauso gut fahren wie im Odenwald und im Spessart über teilweise gut gekennzeichnete Mountainbike-Trails.

Dass man in den Alpen bestes Mountainbike-Terrain findet, ist selbstverständlich. Genauso darf man sich im Schwarzwald auf tolle Wege freuen. Im Pfälzer Wald kommen nicht nur Rennradfahrer auf ihre Kosten, sondern auch die dicken Reifen (für den Fall einer Panne sollten Sie unbedingt ein gutes Reparaturset dabei haben)

Natürlich lohnt auch ein Blick ins nahe Ausland. Die Ardennen und Luxemburg sind besonders für Bewohner von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz naheliegend. Wer im Bayerischen Wald radelt, der mag einen Abstecher nach Tschechien ins Auge fassen und natürlich bieten auch die französischen Vogesen und Österreich und die Schweiz grandiose Mountainbike-Wege an. 

Keine Sorge: E-Bikes im Wald, das geht

Ein Mountainbiker fährt auf dem Bocksberg über eine Freeride-Strecke.
Solche Sprünge müssen sie ja nicht gleich machen, aber die Bikes sind schon für extreme Belastungen gebaut. © dpa, Swen Pförtner, spf axs

Beim E-Biken sollten Sie Vertrauen in die Technik und das Material haben. Auch wenn sie glauben, dass die schweren Geräte im Wald ungeeignet sein könnten - dem ist nicht so. Die Räder sind wegen Größe und Gewicht vielleicht nicht ganz so wendig und es kommt schon auf gutes Fahrvermögen an. Aber wenn man sich mal an die E-Bikes gewöhnt hat, kann man damit auch enge Trails fahren. Höherwertige Ausführungen erlauben durchaus auch Sprünge, die Federungen sind stark (hier geht's zum großen Federgabel-Test). Sprich: Die Geräte sind absolut tauglich für den Wald und die Trails.