Nicht schon wieder

Dauerregen und Sturmnacht - ANTONIA trifft Deutschland mit Orkanböen

von Björn Alexander und Patrick Panke

Die Ruhe hinter Orkan ZEYNEP war definitiv nicht lang. Denn nach der Wetterbesserung am Samstag ist jetzt schon das nächste Tief da. ANTONIA bringt mit der Warmfront erst reichlich Regen und läutet mit der Kaltfront im Anschluss eine Sturmnacht ein - besonders der Westen muss sich zum Wochenwechsel auf erneute Behinderungen einstellen. Hier der Wetterfahrplan für die Nacht zum Montag.

Zur weiteren Wetterentwicklung: Nach der Sturmnacht bleibt es noch stürmisch, bevor die Chancen auf ein Schönwetter-Hoch steigen

Wetter und Regen aktuell

Wie entwickelt sich unsere Wetterlage jetzt?

RTL-Meteorologe Patrick Panke mit dem Blick auf die Wetterkarten und Prognosen: „Am Sonntagabend verstärkt sich zunächst der Regen im Norden und Westen weiter. Anschließend folgt gegen Mitternacht die Kaltfront von Sturmtief ANTONIA.” Das sei laut Panke abermals eine brisante Situation. Mit der Kaltfront, die Deutschland im Anschluss an die Warmfront treffe und von West nach Osten überquere, werden sich nämlich „die heftigen Böen aus der höheren Atmosphäre bis runter zum Boden mischen”.

Welche Gefahren drohen uns?

An der Kaltfront beschreibt der Wetterexperte teilweise intensive Schauer und Gewitter: „Dabei können kurzzeitig Sturm- bis hin zu schweren Sturmböen bis runter ins Flachland auftreten. In den westlichen Mittelgebirgen sind auch Orkanböen möglich.” Im Laufe der Nacht verlagere sich die Kaltfront - unter leichter Abschwächung - in den Süden und Osten Deutschlands. Auch hier sieht Panke weiterhin das Potenzial für Sturm- bis Orkanböen. Letztere natürlich vor allem auf den Bergen.

Regen, Schnee oder Graupel – unser Radar eingefärbt nach den unterschiedlichen Niederschlagsarten

Wind-Prognose für Sturmtief ANTONIA

Die Graphik zeigt die Windspitzen, die Sturmtief ANTONIA nach Deutschland bringt. Selbst im Flachland drohen erneut schwere Sturmböen, auf den Bergen Orkanböen.
Windspitzen durch Sturmtief ANTONIA

ANTONIA ist heftig - aber kein Vergleich zu ZEYNEP

Orkan ZEYNEP, der uns von Freitag auf Samstag überquert hat, war laut Pankes Prognosen auf jeden Fall eine ganz andere Nummer. Dennoch erkennt der Meteorologe jetzt ebenso eine brisante, zum Teil auch gefährliche Entwicklung: „Der Sturm wird uns kurz und intensiv treffen. Im Vergleich zu ZEYNEP hat ANTONIA aber eben nicht dieses großflächige Sturmfeld zu bieten, sondern eher punktuelle Windspitzen, die aber auf gar keinen Fall unterschätzt werden dürfen.” Hierbei hat der Experte vor allem den Westen und insbesondere Nordrhein-Westfalen im Fokus möglicher Einschränkungen und Behinderungen zum Start in die neue Wetterwoche.

Lese-Tipp: Alle Fakten zu Orkan ZEYNEP in unserem Wetter-Ticker

Regenvorhersage bis zum Dienstag

Die Graphik zeigt die Vorhersage der Regenmengen, die binnen 48 Stunden zusammen kommen können.
Vor allem im Bereich der Mittelgebirge sowie im Norden wird es sehr nass

Dauerregen erhöht die Pegelstände - Hochwasser und Überflutungen

Besonders im Westen und Norden werden auch die Regenmengen kritisch: „In der Fläche sind bis einschließlich Dienstag verbreitet 20 bis 40, teils auch über 60 Liter pro Quadratmeter möglich.“ In den Staulagen der Berge können vereinzelt sogar über 80 bis an die 100 Liter auf jeden Quadratmeter vom Himmel fallen. Teilweise drohen Überflutungen und kleinere Flüsse sowie Bäche können ausufern.

Unwettergefahr in der Übersicht – Deutschland, Europa und weltweit

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(bal, ppa)