Letzter Sommermonat hat es in sich

Das alles kann das Wetter im August: Sonne, Hitze, Unwetter und Frost

von Amelie von Kruedener

Mit dem August enden in Deutschland oft die richtig heißen Tage des Jahres. Mitte des Monats August gehen wir vom Hochsommer in den Spätsommer über, die Hundstage finden ihr Ende und am 31. August endet offiziell der Sommer sogar und macht Platz für den Herbst. Das spürt man auch beim Wetter, die Temperaturen gehen laut Statistik zurück, die Regensummen mehren sich, manchmal auch gepaart mit Hagel, Starkregen und Sturm. Doch im Durchschnitt bewegen wir uns mit perfektem Reisewetter zwischen 15 und 25 Grad. Nicht zu kalt und nicht zu heiß.

Sonne, Sommer, August

Wer im August die Sonne sucht, wird fündig. Jeder Sommermonat bekommt im Schnitt um die 210 Sonnenstunden ab. Im gesamten Sommer sind das gute 630 Stunden Sonnenschein. Nicht schlecht.

Ziemlich oft ein heißer August

besondere Hitzewellen: Die wärmsten August-Monate seit 30 Jahren gab es 2003, 2015, 2018 und 2020.
Der Scharbeutzer Strand. Hitze in der Lübecker Bucht kann im Sommer zum Magnet werden. Die wärmsten August-Monate seit 30 Jahren gab es 2003, 2015, 2018 und 2020.

Im August 2003 wurde in Karlsruhe Temperaturen die Spitzentemperatur von 40,2 Grad gemessen. Schaut man auf die letzten 20 Jahre, waren 70 Prozent der Augustmonate zu warm. Nur in 10 Prozent des Wetters im August kann man von zu kalten Monaten sprechen. Schaut man auf die Durchschnittstemperatur, so gibt es ein angenehmes Spektrum zwischen 15 und 25 Grad. Dabei ist die erste Augusthälfte zuverlässig sommerlich. Oft sind es stabile Hochdrucklagen, die noch zu den Hundstagen gehören, die die ersten 14 Tage des Monats wärmer machen.

So war der Sommer - Können Sie sich erinnern?

Besonders heiße Sommer waren der Sommer 2003 – da lag die Durchschnittstemperatur über 19,5 Grad – oder die Sommer 2018 und 2019 da kam Deutschland im Mittel auf knapp 19,3 Grad. Dazu kam die extreme Trockenheit in 2018 und 2019. An den Hitzerekord im Juli 2019 mit 41,2 Grad in Duisburg-Baerl kann sich wahrscheinlich jeder noch erinnern.

Frost im August? 2016 ging das

Mit Frost eingedeckte Pflanzen: im August geht das auch
Bodenfrost im Sommer - eigentlich eine Seltenheit.

Ganz anders sah es 2016 aus: Da wurde ein Negativrekord gebrochen. Mit 4,1 Grad war es in Saarbrücken in der Nacht so kalt wie seit 1968 nicht mehr im Zeitraum vom 11. August bis zum 20. August. In manchen Regionen gab es sogar Bodenfrost.

August kann auch Regen und Gewitter

Durchschnittlich kommen um im August 77 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen. Man kann durchaus mit 3 bis 8 Regentagen rechnen. Mitte des Monats gehen wir vom Hochsommer in den Spätsommer über. Das passiert manches Mal leise und schleichend, manches Mal aber auch mit Getöse, Gewitter und unwetterartigen Regenmengen – häufig kommen die Regenmengen durch kräftige Gewitter und seltener durch anhaltende Landregen zustande.

Das Klima im August

Wenn der Sommer einfach nass ist

Auch im August kann es starken Regen, Gewitter und Unwetter geben.
Überdurchschnittlich nass war es in den Sommern in den Jahren 2011, 2017 und 2021.

In den drei Sommermonaten Juni, Juli und August kommen wir in Deutschland auf rund 230 Liter Regen pro Quadratmeter.

Besonders Bayern hat eine traurige Unwetter-Geschichte im August

Hochwasseralarm in Südbayern. Schwere Gewitter und Unwetter zogen über den Landkreis Miesbach hinweg. Die Unwetterfront zog von der Schweiz einmal quer über Südbayern. Die Feuerwehren sind aktuell im Dauereinsatz. Der Aufzug der
Dicke Wolken, schwere Gewitter und Unwetter können in Bayern schnell zu Hochwasser führen.

Eine sogenannte Vb-Wetterlage hat in Bayern im August immer wieder zu verheerenden Überschwemmungen geführt. Dann werden von einem Mittelmeertief feuchtwarme Luftmassen über mehrere Tage hinweg um die Ostalpen herumgeführt, die dann von Norden gegen die Alpen strömen. Die Flüsse der Alpen schwellen dann stark an und führen nicht nur in den Alpentälern, sondern auch in den Unterläufen und beim Zusammenfluss im Donautal zu extremem Hochwasser und Überschwemmungen. Es waren genau solche Wetterlagen, die besonders im Juli 1954 im Alpenvorland, im April 1988 im Donautal, im August 2002 in Ostbayern und im August 2005 erneut im Alpenvorland außerordentlich schwere Überschwemmungen in Bayern verursachten.

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(avo)