Sturm hinterlässt Chaos auf Urlaubsinsel

Acht Tote: Monster-Unwetter DIANA zieht über Korsika nach Italien

von Oliver Scheel

Über dem Mittelmeer hat sich am Donnerstag ein richtig heftiges Unwetter ausgetobt. Auf der Urlaubsinsel Korsika starben sechs Menschen, in der Toskana in Italien zwei. Teilweise herrscht das nackte Chaos, Campingplätze sind verwüstet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sichert den betroffenen Gebieten Unterstützung zu. Auch rund um Marseille gab es heftige Unwetter.

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Monstergewitter: Tote auch schon in Italien

Das extreme Gewitter zog vom Süden Frankreichs über Korsika und Teile Sardiniens und hat dann den Weg nach Norditalien eingeschlagen. Es ist mit Windböen bis 200 km/h über Korsika gezogen. RTL-Meteorologe Christian Häckl: „Mit Windböen bis 200!!! km/h ist ein Monstergewitter-Sturm zwischen 8 und 9 Uhr über Korsika hinweg gefegt und dürfte großräumig Schäden angerichtet haben.“ Selbst Meldungen von Windspitzen bis 225 km/h hat es gegeben.

In anderen Landesteilen von Frankreich und Italien richteten die Unwetter ebenfalls Schäden und Überschwemmungen an.

Regen-Radar Italien im Blick

Wie Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin am Donnerstagabend bei einem Besuch auf Korsika mitteilte, kamen bei dem Sturm auf der Insel sechs Menschen ums Leben. 20 Personen seien verletzt worden, dabei handele es sich um eine vorläufige Bilanz. Präsident Macron sicherte der Insel und ihren Bewohnern Unterstützung zu. Böen mit einer Geschwindigkeit von mehr als 200 Kilometer pro Stunde waren über Korsika gezogen. 45.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom.

In der Toskana wurden ein Mann und eine Frau nahe Lucca sowie in der Küstenstadt Carrara von umstürzenden Bäumen getroffen, berichteten mehrere Medien. Für den Norden des Landes bis Südtirol und weite Teile Mittelitaliens galt eine Unwetterwarnung. Einige Menschen erlitten bei den heftigen Stürmen mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde und starkem Regen Verletzungen wie etwa auf einem Campingplatz im toskanischen Marina di Massa, als dort Bäume umfielen.

Auch durch die norditalienische Lagunen-Stadt Venedig fegte ein heftiges Unwetter, das in den Gassen Schirme und Tische umriss. Am berühmten Markusdom im Zentrum brachen laut Ansa Mauerstücke vom Kirchturm ab.

Große Regenmengen auch über Deutschland unterwegs

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Hitzesommer 2022 spielt ebenfalls eine gewichtige Rolle

Der Hintergrund dieses Unwetters ist überdeutlich: Das Meer ist viel zu warm, es ist daher unwahrscheinlich viel Energie in der Atmosphäre. Bei örtlich 30 Grad Wassertemperatur wird die Unwettergefahr dort deshalb in der nächsten Zeit bei passenden Wetterlagen deutlich erhöht bleiben. Das sind dann fast karibische Verhältnisse. Und das mitten in der Urlaubssaison.

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(osc)