Extinction Rebellion: Klimaschützer blockieren Autoverkehr

Start neuer Klima-Proteste in Berlin
Start neuer Klima-Proteste in Berlin Friedlicher Aufstand gegen Aussterben 00:33

Berlin: Friedlicher Protest für mehr Klimaschutz startet

Klimaschutz mit Verkehrsblockaden: Die Organisation "Extinction Rebellion" (übersetzt: "Aufstand gegen das Aussterben") hat am Montagmorgen in Berlin ihren Klimaschutz-Protest gestartet. Hunderte Anhänger liefen am frühen Morgen vom Regierungsviertel zur Siegessäule im Ortsteil Tiergarten und Besetzten dort kurz vor Beginn des Berufsverkehrs den zentralen Kreisverkehr Großer Stern. Von dort aus verteilten sich Anhänger der Bewegung in der ganzen Stadt zu Blockade-Aktionen. Wenige Stunden nach dem Start waren laut Polizei schon rund 1.000 Aktivisten auf der Straße. Bilder des Aktionsstarts gibt es im Video.

Extinction Rebellion: Weltweite Protestaktionen und Blockaden

Mit Blockaden und anderen Protestaktionen will die Umweltschutzbewegung von Montag an nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen Großstädten in aller Welt auf die drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen. Aktionen soll es unter anderem in London, Paris, Madrid, Amsterdam, New York, Buenos Aires sowie in den australischen Städten Sydney, Melbourne und Perth geben. Die Aktionen sollen mindestens eine Woche lang andauern.

Extinction Rebellion fordert unter anderem, dass die nationalen Regierungen sofort den Klimanotstand ausrufen. Alle politischen Entscheidungen, die der Bewältigung der Klimakrise entgegenstünden, müssten revidiert werden. Schon bis 2025 sollten die vom Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen auf netto null sinken, verlangt die Gruppe. Eva Escosa-Jung von Extinction Rebellion sagte zu der ersten Aktion in Berlin: "Wir stören, weil wir keinen anderen Weg sehen, um den umfassenden und tiefgreifenden Wandel herbeizuführen, der das Klima rettet."

„Wir müssen uns mit dieser existenziellen Krise befassen“

Anders als andere Bewegungen wie Greta Thunbergs Fridays for Future, sind die Aktivisten von Extinction Rebellion nach eigenen Angaben bereit, Gesetze zu brechen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

„Wir haben keine Wahl. Wir müssen uns mit dieser existenziellen Krise befassen“, erklärt Judith Pape von Extinction Rebellion im RTL-Interview. Die Aktivistin erklärt RTL-Reporter Christian Wilp, es könne keine Rücksicht darauf genommen werden, dass man Autofahrer mit Blockaden nerve.