Auch Ostsee von Hochwasser betroffen

Experten warnen vor einer Sturmflut an der Nordseeküste

Sturmflut
Ein Mann steht an der Kaimauer während einer Sturmflut. Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

Für die deutsche Nordseeküste besteht die Gefahr einer Sturmflut. Der Höchststand werde für Donnerstagabend beziehungsweise -nacht erwartet. Das teilte der Hydrodienst Hamburg am Donnerstag mit. Von der Ostsee könnte eine Sturmflutwarnung im Laufe des Tages auch noch kommen.

Überschwemmungen und Überspülungen möglich

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat vor einer möglichen Sturmflut an der deutschen Nordseeküste gewarnt. Das Abend- und Nacht-Hochwasser werden an der ostfriesischen Küste demzufolge bis zu einem Meter höher. An der nordfriesischen Küste und im Wesergebiet erwarte man bis zu 1,5 Meter höhere Pegelstände, im Elbegebiet ebenfalls. Die höchsten Wasserstände werden gegen Abend erwartet, die Warnung gilt bis kurz vor Mitternacht.

Grund zur Sorge sei das allerdings nicht, so das BSH auf Nachfrage von RTL Nord. Vorsichtshalber würden Flutschutztore geschlossen und es könne vereinzelt zu Überschwemmungen und Überspülungen kommen. Von einer Sturmflut spricht man an der Nordseeküste, wenn das Hochwasser mindestens 1,5 Meter höher als normal aufläuft.

"Stehen kurz vor der Sturmflut"

An der Ostsee reicht für eine Sturmflutwarnung bereits ein ein Meter höherer Pegelstand. Diese Marke könnte in den nächsten Stunden noch erreicht werden. „Derzeit rechnen wir mit 90 Zentimetern Hochwasser, wir stehen damit kurz vor einer Sturmflut“, so Bärbel Weidig vom Wasserstandsvorhersagedienst Ostsee im Interview mit RTL Nord. Im Laufe des Tages könne sich diese Prognose auch noch ändern. „Ich lasse es mir offen, ob ich bis Nachmittag noch eine Sturmflutwarnung rausgebe.“ (dpa/nfi)