Gefährliche Sturmlage

ex-Eta dreht auf: Tropensturm wird zum Wintersturm

Eine Windfahne auf dem Gelände eines Hubschrauberlandeplatzes am Uniklinikum zeigt die Windrichtung an. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Die Zeichen stehen auf Sturm. Eine brisante Wetterlage für den Norden und den Osten Deutschlands. © dpa, Robert Michael, ert abl

Brisante Wetterlage mit Unwettergefahr

Der Mittwoch brachte uns den goldenen Herbst mit bis zu 18 Grad im Aachener Raum. Doch inzwischen hat sich das Bild geändert. Verantwortlich ist der ehemalige Hurrikan „Eta”, der jetzt als Sturmtief „ex-Eta” über Skandinavien liegt. Damit weht er nicht nur kalte Polarluft zu uns. Es hat sich vor allem im Norden und Osten Deutschlands eine markante und nicht ungefährliche Sturmlage entwickelt.

Die schlimmsten Böen drohen ab dem Mittag

09.02.2020, Niedersachsen, Wilhelmshaven: An der Nordseeküste von Wilhelmshaven wütet das Sturmtief ·Sabine·. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für weite Teile Deutschlands die zweithöchste Unwetterwarnstufe wegen des Sturmtiefs «Sabine» herausgege
An den Küsten sind ebenfalls Böen von 70 bis 110km/h drin. © dpa, Mohssen Assanimoghaddam, ass

Am heftigsten kachelt es bei uns in Deutschland ab dem Mittag bis in den Nachmittag hinein. Besonders im Norden und Osten sowie auf den Mittelgebirgen. Vorneweg rangiert der Oberharz mit satten Orkanböen um 120km/h. An den Küsten sind ebenfalls Böen von 70 bis 110km/h drin. Selbst stärkere Böen sind im Umfeld der Schauer und Graupelgewitter nicht auszuschließen. Ansonsten liegen die Windspitzen im Flach- und Binnenland oft bei 60 bis 90 km/h. 

Vorsicht in den Wäldern

ARCHIV - 29.10.2020, Brandenburg, Potsdam: Zwei Arbeiter verteilen vor den Rohbauten der Häuser an der Peter-Huchel-Straße Erde am Rand der künftigen Straße. Anders als in vielen anderen Branchen laufen die Geschäfte auf dem Bau vorerst weiter stabil
Im Umfeld von Baugerüsten in den Städten sollten Sie aufmerksam sein oder einen Bogen drum herum machen. © dpa, Soeren Stache, soe vco

Gerade die durch die Trockenheit der letzten Jahre zum Teil sehr geschwächten Bäume können uns in den Wäldern in Lebensgefahr bringen. Denn die Sturmböen reichen ohne weiteres aus, um massiven Windbruch zu bringen. Ebenfalls im Umfeld von Baugerüsten in den Städten sollten Sie aufmerksam sein oder einen Bogen drum herum machen, bevor sich die Lage am Abend von Westen her wieder beruhigt. 

Obacht: Frostnacht mit Glätte

Mit dem Sturmfeld breitet sich Polarluft bei uns aus. Gleichzeitig reißen in den Nacht die Wolken auf und die Lage beruhigt sich. Das bedeutet insbesondere in den Mittelgebirgen Frost- und Glättegefahr durch gefrierende Nässe. Außerdem sind Schneeschauer unterwegs. Zwar nicht mit ganz großen Mengen. Aber einige Zentimeter sind im Bergland mitunter möglich. Das kann natürlich ebenfalls für Glätte sorgen.

Auch Skandinavien im Sturmfeld von „ex-Eta”

Teils noch heftiger stürmt „ex-Eta” im Norden Europas. Hier sind ebenso Orkanböen drin und mitunter kräftige Schneefälle. Zum Beispiel im Staus des Skandinavischen Gebirges lässt es der ehemalige Tropensturm es intensiv schneien mit mehr als einem halben Neuschnee.