Nach Hitze jetzt Tornado-Alarm

Wetter in Europa: Bis zu 37 Grad - hier ist es richtig heiß

Unwetter und Hitze: Es ist einiges los in der europäischen Wetterküche

Nordafrikanische Heißluft hat Europa erreicht. Das merkten in den letzten Tagen vor allem die Menschen in Spanien und Portugal bis nach Südfrankreich. Am Montag und Sonntag schnellten die Quecksilbersäulen auf Spitzenwerte von bis knapp 37 Grad. Und das im Schatten. Das ist Anfang Mai selbst für spanische Verhältnisse ziemlich heiß. Gleichzeitig steigt nun die Unwettergefahr in der zunehmend schwül-warmen bis heißen Luft. Auch Tornados sind nicht auszuschließen.

Wie die Luftmassen sich über Europa verteilen, sehen Sie oben im Strömungsfilm.

Über 30 Grad Celsius: ein Thermometer in der Sonne
Die Temperaturen in Europa steigen gerade rasant. Grund ist ein Ausbruch von Heißluft aus dem Norden Afrikas. Ein sogenannter Sahara-Outbreak. © imago images / Papsch, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Bis zu 37 Grad - Hotspot in Europa

Es ist nicht die erste Hitzewallung, die den Südwesten Europas in diesem Jahr erreicht. Das gab es beispielsweise bereits im März. Wieder sind die Temperaturen durchaus tauglich für den Hochsommer. Das gilt momentan vom Süden Spaniens bis rauf in den Süden Frankreichs auf 27 bis 35 Grad. Am Montag gab es selbst in Nordspanien Werte um 35 Grad. Spitzenreiter war Santander mit 35 Grad. Im Süden Spaniens waren es wieder 36 Grad in Granada. Der Hitzepol lag am Sonntag in Andalusien. Hier waren es knapp 37 Grad. Beispielsweise in Las Cabezas De San Juan. Aber auch in Frankreich wird es locker für sommerliche Temperaturen reichen.

Da es in Teilen Spaniens bis einschließlich Freitag noch für Höchstwerte jenseits der 30 Grad reichen wird, bekommt Europa somit nun die erste Hitzewelle seit dem Oktober 2019. Von einer Hitzewelle sprechen wir nämlich erst dann, wenn die Hitze mindestens fünf Tage hintereinander anhält.

Das Wetter in Spanien
Das Wetter in Frankreich

Jetzt kracht es gewaltig

Jedoch macht sich jetzt ein Tiefdruckgebiet mit etwas kühlerer Luft bemerkbar. Damit steigt die Unwettergefahr in Südwest- und Westeuropa deutlich an. Am Montag krachte es vor allem im Westen Frankreichs. Die Gewitterfront zog weiter ins Landesinnere. Und am Dienstag herrscht ein extremes Unwetterpotenzial im Südosten Frankreichs an der Grenze zur Schweiz und Italien.

Tornado-Alarm
Gewitter-Superzellen mit hoher Tornado-Gefahr. Gerade die Regionen rund um die Biskaya sind betroffen.

Starkregen, Hagel, Sturmböen und Tornado-Gefahr

Es ist ein unheiliger Mix. Einerseits die extrem heiße Luft aus der Sahara, die momentan über weiten Bereichen Südwesteuropas liegt. Andererseits die kühlere Luft, die das Tief von Westen heranschiebt. Die Folge: Organisierte Gewitter mit der Gefahr von Starkregen mit Überflutungsgefahr, großem Hagel sowie Sturmböen. Stellenweise könnte es sogar noch heftiger kommen. Denn die Tornado-Gefahr ist im Umfeld der teils mächtigen Gewittercluster deutlich erhöht.

Noch mehr Wetter

Mehr zu den aktuellen Prognosen gibt es wie immer in unserem 7-Tage-Wetter sowie im Video für die nächsten 14 Tage.

Außerdem: Die Eisheiligen kommen und eine vorsichtige Einschätzung für Pfingsten.

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