Nur China verbrennt mehr Kohle

Es tut sich was: Erneuerbare Energien verdrängen Kohle

Deutschland bei Erneuerbaren spitze

Es geht voran – zwar nur langsam, aber immerhin: Eine großangelegte Analyse des weltweiten Strommarkts im Jahr 2020 hat einen Rekordrückgang bei der Kohleverstromung an den Tag gelegt. Wind- und Solarenergie wachsen mehr und mehr und lösen die Kohle ab. Nur China verbrannte 2020 mehr Kohle als in den Vorjahren, Deutschland legt bei den Erneuerbaren sehr gut im Rennen.

Kohle muss noch viel schneller aus dem Markt gedrängt werden

Eine Anwohnerin geht am Kühlturm eines Kohle-Heizkraftwerks in Shenyang im Nordosten Chinas vorbei.
Kohle-Heizkraftwerk in China © DPA

Die Wind- und Solarkraft ist im Jahr 2020 um 15 Prozent angestiegen und stellt nun etwa 10 Prozent der weltweit benötigten Energie zur Verfügung. In Führung liegen übrigens wir Deutschen. Bei uns sind die Erneuerbaren schon für 33 Prozent der Energie verantwortlich, in Großbritannien sind es 29.

Allerdings muss die Kohle noch viel schneller aus dem Markt gedrängt werden. Der Rückgang um vier Prozent ist noch zu wenig, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Laut der Internationalen Energie Agentur müssen die Kohle-Emissionen um 14 Prozent pro Jahr sinken.

„Bis 2030 muss der Kohleverbrauch um 80 Prozent gesenkt werden, wenn wir die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen wollen“, so Dave Jones, Energieanalyst des Thinktanks Ember.

China verbrennt mehr als die Hälfte der Kohle auf der Welt

China war das einzige G20-Land, in dem letztes Jahr die Kohleverstromung zunahm, während die anderen Top-Kohle-Länder, einschließlich Indien, einen Rückgang verzeichneten – in den USA sogar um 20%. China ist jetzt für 53% der weltweiten Stromerzeugung mit Kohle verantwortlich.

Die Analyse der Elektrizitätsdaten aller Länder der Welt wurde durch den Energie-Thinktank Ember vorgenommen.

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