Erster Herbststurm des Jahres schüttelt den Norden richtig durch

Umgestürzte Bäume, Einschränkungen im Bahn- und Fährverkehr

Der erste Herbststurm der Saison hat den Norden am Freitag durchgeschüttelt. Das Sturmtief "Elena" schickte am Freitag erste schwere Windböen der Stärke 11 (um die 110 km/h) nach Norddeutschland und Skandinavien (hier lag das Zentrum mit 160 km/h). Bäume stürzten um, Züge und Fähren fielen aus.

Zugstrecke gesperrt, Container stürzt auf LKW, Helgoland vom Festland abgeschnitten

21.09.2018, Hamburg: Polizisten und ein Sachverständiger schauen auf einen völlig zerstörten LKW im Hamburger Hafen. Ein Container war durch den starken Sturm auf den LKW gestürzt. Foto: Axel Heimken/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Hamburg: Polizisten und ein Sachverständiger schauen auf einen völlig zerstörten LKW im Hamburger Hafen. Ein Container war durch den starken Sturm auf den LKW gestürzt. © dpa, Axel Heimken, ahe fpt

Auf der Zugstrecke Bremen-Hamburg prallte ein Metronom gegen einen umgestürzten Baum. Ein Passagier in einem Rollstuhl wurde durch den Zug geschleudert und schwer verletzt. Die 200 Fahrgäste wurden mit einem Ersatzzug zurück nach Bremen gebracht. Die Deutsche Bahn sperrte wegen eines umgeknickten Baums zudem die Strecke Bremen-Hamburg.

Im Hamburger Hafen fiel wegen des Sturms ein Stapel Schiffscontainer um. Einer davon drückte auf einen Lastwagen, dessen Fahrer erst nach einer Stunde aus dem Führerhaus befreit werden konnte.

Die Menschen auf Helgoland blieben durch den Sturm vom Festland abgeschnitten, weil keine Fähre fuhr. Die Stadt Potsdam sagte wegen des drohenden Unwetters das für Freitagabend geplante Friedensfest mit Ständen auf dem Platz der Einheit ab.

Skandinavien noch schwerer getroffen

Das Zentrum des Sturmtiefs lag jedoch über Skandinavien, wo Windgeschwindigkeiten bis zu 160 Stundenkilometern erreicht wurden. In Dänemark waren am Nachmittag zahlreiche Straßen und Eisenbahnlinien von umgestürzten Bäumen blockiert. Viele Fähren zwischen Dänemark, Schweden und Norwegen wurden für Freitag eingestellt, denn bis zu zehn Meter hohe Wellen zwischen Dänemark und Norwegen waren vorhergesagt. Im norwegischen Bezirk Agder waren bereits 200 000 Menschen ohne Strom. Der Flugverkehr von Göteborg in Schweden war beeinträchtigt.