Erste Aufnahmen zeigen das Innere des legendären Schiffswracks "HMS Terror"

Erste Aufnahmen des Wracks der "HMS Terror"
Erste Aufnahmen des Wracks der "HMS Terror" Franklin-Expedition in der Arktis 00:53

Neue Bilder zeigen Betten, Tische und Schlafkojen des gesunkenen Schiffes

Vor rund 170 Jahren ist das Schiff „HMS Terror“ bei einer Polar-Expedition vor der kanadischen Küste gesunken. Die Entdeckung des Wracks vor drei Jahren glich einer kleinen Sensation – nun haben Taucher erstmals Video-Aufnahmen des gesunkenen Schiffs machen können. Die Bilder des erstaunlich gut erhaltenen Inneren des Wracks zeigen wir im Video.

Schiff blieb 1848 im Eis stecken - niemand überlebte

Sieben Tage haben Unterwasserarchäologen die Überreste von John Franklins legendärem Schiff erkundet. Das Ziel der Wissenschaftler: Mehr über den Verbleib der Besatzung um den Polarforscher herauszufinden. Keiner der 129 Männer, die sich im Jahr 1845 mit den zwei Schiffen "HMS Terror" und "HMS Erebus" auf die Erkundung der Nordwestpassage durch die Arktis machten, kehrte je wieder nach Großbritannien zurück.

Was genau zum Zeitpunkt des Unglücks an Bord passierte, ist nicht geklärt. In einer ersten Rekonstruktion der Ereignisse gehen die Experten davon aus, dass die zwei Schiffe am 22. April 1848 im Packeis stecken blieben. Über das Eis sollen die Besatzungsmitglieder die Schiffe verlassen haben. Aufgrund von Kälte und Hungersnot habe damals aber niemand überlebt.

Arktis: Suche nach verschollenem Logbuch

Jetzt hoffen die Wissenschaftler darauf, im Wrack noch das Logbuch des Kapitäns zu finden. Dank des kalten Polarwassers und des geringen Sauerstoffgehalts bleibe organisches Material wie Papier auch über Jahre sehr gut erhalten, erklärten die Forscher.