Neuschnee und Sturmböen - Toter in Berchtesgaden

Lawinengefahr spitzt sich erneut zu

von Karim Belbachir und Carlo Pfaff

Der Winter hat noch nicht fertig. Tief ROXANA besucht uns mit jeder Menge Schnee im Gepäck. Bis zu 50 Zentimeter Neuschnee sind bis Montagabend möglich. Dieser fällt zwar nur in den Bergen, doch gerade dort ist Vorsicht geboten. Besonders in den hohen Lagen wehen nämlich Sturmböen, was wiederum die Lawinengefahr erneut erhöht.

Seit Freitag kamen bei traumhaftem Winterwetter, aber gefährlichen Schneeverhältnissen in den Alpen elf Menschen durch Lawinen ums Leben. Neun Todesfälle gab es in Österreich, acht davon in Tirol, wie Polizeistellen berichteten. Im Berchtesgadener Land in Bayern kam ein Österreicher am Samstag in einer Lawine ums Leben, in der Schweiz starb ein Italiener in Schneemassen.

Niederschläge aktuell

Schnee bis ins Tal

Es sind turbulente Zeiten beim Wetter. Tief ROXANA hat für viele Teile Deutschlands mächtig viel Regen im Programm. Bis zu 40 Liter pro Quadratmeter und mehr. Doch auch die Lage im Süden und insbesondere im Alpenraum bekommt erneut Brisanz. Neuschnee und Sturm- bis Orkanböen werden die Lawinengefahr abermals ansteigen lassen.

RTL-Meteorologe Carlo Pfaff mit dem Blick auf die Entwicklung im Süden: „In der Nacht von Sonntag auf Montag erreichen die dicken Regenwolken auch die Alpen. Die Schneefallgrenze liegt anfangs noch bei 1.000 Metern, sinkt dann aber recht schnell bis in die Tallagen ab. Dann können bis Montagabend in den höheren Lagen nochmal 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen.“

Orkanböen auf den Gipfellagen

Der Wind spielt bei der Verschärfung der Lawinengefahr ebenso eine wichtig Rolle. Denn er weht im Bergland mit Sturm- und Orkanstärke. Das führt zu Verwehungen und großräumigen Verfrachtungen. Schneebretter und Triebschneeansammlungen sind die Folgen und es kann sogar zu spontanen Lawinenabgängen kommen. Besser wird es in puncto Wind am Dienstag, wenn sich die Sonne immer mehr durchsetzt. Pfaff: „Der Wind lässt am Dienstag nach und weht nur noch an der Küste stark.“ Dazu steigt die Temperaturkurve am Dienstag bereits an und deutet den anstehenden Turbo-Frühling an.

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(kfb)