Mindestens 150 Häuser weg

Erdrutsch in Peru: Gigantische Schlammlawine verschlingt ein ganzes Dorf

„Chavín! Chavín, jetzt gerade!“ Hilflos und außer Atem muss der Mann hinter der Kamera zusehen, wie sein Dorf unter einer Lawine aus Schlamm, Erde und Staub verschwindet. Große Teile von Chavín de Huántar in der peruanischen Provinz Huari werden am Donnerstag, 30. Juni 2022, von einem riesigen Erdrutsch unter sich begraben. Wie die Schlammlawine unaufhaltsam auf das Dorf zurollt, sehen Sie in unserem Video.

Glück im Unglück - Bevölkerung weitestgehend unversehrt

Ein Wunder, dass hier alle mit dem Schrecken davon gekommen sein sollen. Laut Bericht der Nachrichtenagentur Reuters und unter Bezugnahme der regionalen Gesundheitsbehörde soll es bislang keine bestätigten Todesfälle oder Schwerverletzte geben. Einige Menschen litten jedoch unter der starken Rauchentwicklung. Und viele dürften wohl auch gehörig unter Schock stehen. Über eine mögliche Ursache der Katastrophe ist bislang noch nichts bekannt.

Chavín de Huántar liegt 270 km nördlich der peruanischen Hauptstadt Lima. Bekannt ist das kleine Dorf durch den nahe liegenden und gleichnamigen Tempelkomplex, der 1985 von der zur UNESCO-Welterbe-Stätte erklärt wurde. (gdu)