Erdrutsch in Norwegen: Video zeigt, wie Feriensiedlung im Meer versinkt

Vor Erdrutsch in Norwegen rechtzeitig in Sicherheit gebracht

Ein gewaltiger Erdrutsch im Norden Norwegens hat acht Häuser zerstört. Bei dem Unglück in der Ortschaft Alta ist niemand verletzt worden. Bei den Gebäuden handelt es sich hauptsächlich um Ferienwohnungen, die zum Zeitpunkt des Erdrutsches meist leer standen. Alle anderen Anwohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Verletzt wurde laut Medienberichten niemand. Jedoch wurden die Häuser durch den Erdrutsch unbewohnbar.

Alarmdienst hatte vor Erdrutschen und Überschwemmungen in Norwegen gewarnt

„Die abgebrochene Scholle ist zwischen 650 und 800 Meter lang und 30 bis 40 Meter hoch“, sagte Betriebsleiter Torfinn Halvari im Polizeidistrikt Finnmark, in der Alta liegt. Bereits am Mittwoch war vor Erdrutschen und Überschwemmungen für die Provinz Troms und Finnmark sowie Teile der Provinz Nordland laut Alarmdienst varsom.no gewarnt worden. 

Menschen wurden nicht verletzt und ein mitgerissener Hund konnte sich wohlbehalten ans Ufer retten. Niemand darf das Areal betreten, da die Behörden weitere Erdrutsche befürchten. Der Boden ist außergewöhnlich lehmig und daher anfällig für Erdrutsche.

Viel Schmelzwasser ideal für Erdrutsche

Meteorologe Christian Häckl erklärt das Unglück: „Nach einem langen, schneereichen Winter an der Norwegischen Atlantikküste sind die Temperaturen selbst ganz im Norden (Alta fast 70 Grad Nord nahe am Nordkap) in den vergangenen Tagen von normalen 5 bis 10 Grad schlagartig bis auf 20 Grad gestiegen. Das heißt erst viel Schmelzwasser und dann taut der Boden schnell auf – ideal für Erdrutsche und Muren.“

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