Erderschöpfungstag: In etwas mehr als sieben Monaten so viel verbraucht, wie die Erde in einem Jahr produziert

Ab jetzt machen wir Schulden!

Der 8. August ist der Tag, an dem die Erdbevölkerung seit Jahresbeginn so viele Ressourcen verbraucht hat, wie die Natur in einem Jahr regenerieren kann. Den Rest des Jahres leben wir von den Reserven der Natur, bzw. wir machen Schulden bei zukünftigen Generationen.

Ecological Footprint
Karte des ökologischen Fußabdrucks von Benjamin Hennig

Errechnet wurde dieses Datum von ‚Global Footprint Network‘, die diesen Tag als Erderschöpfungstag (‚Earth Overshoot Day‘) bezeichnet. Noch im letzten Jahr haben die Ressourcen bis zum 13. August gereicht, im Jahr 2000 sogar bis September. Wegen der stark wachsenden Weltbevölkerung, dem steigenden Konsum und der deshalb steigenden CO2-Produktion werden die Ressourcen schneller verbraucht.

Die Naturschutzorganisation WWF nimmt diesen Tag zum Anlass, um die Öffentlichkeit und die Politik an ihre Verantwortung zu erinnern. „Der globale Kontostand rutscht auch 2016 wieder kräftig ins Minus. Und das nicht zum ersten Mal. Seit über dreißig Jahren häufen wir jährlich neue Schulden an“, betont WWF-Vorstand Eberhard Brandes. „Wir müssen endlich einen Weg finden, in den natürlichen Grenzen unseres Planeten zu leben und zu wirtschaften. Das ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Wenn wir diese Herausforderung nicht meistern, werden unsere Kinder und Enkel massiv unter den Folgen zu leiden haben.“