Enorme Trockenheit und zu viel Sonne: Dieser Sommer ist alles andere als normal

Sommer ohne Ende

Zu trocken (teils nur ein Schnapsglas voll Wasser), zu viel Sonne (wir sind schon 150 Sonnen-Stunden drüber) und die Anzahl der Sommertage ist fast schon doppelt so hoch wie in einem normalen Sommer. 

Regen ist Mangelware

Zu trocken ist es eigentlich überall. Ausnahmen gibt es direkt am Alpenrand und ganz im Osten/Nordosten in Richtung Oder. Nur der Grad der Dürre ist sehr unterschiedlich: Am trockensten ist der Bereich von Unterfranken über Teile Hessens das nördliche Rheinland Pfalz, das westliche NRW und das westliche Niedersachsen bis rauf nach Helgoland (dort gab es im Juli bis jetzt 0,2 Liter Regen!!!) und ins nördliche Schleswig Holstein. Ein zweiter Schwerpunkt sind große Teile Sachsen Anhalts, und das Dreiländereck Sachsen/Thüringen/Sachsen-Anhalt. Und die Brandgefahr bleibt.

Der doppelte Sommer

Two month old twin baby sister and brother sleeping on tiny, inflatable, pink and blue swim rings. They are wearing crocheted swimsuits and sunglasses.
Bei dem Wetter hilft nur noch ein Sprung in den Pool. © Getty Images/iStockphoto, katrinaelena

In vielen Teilen könnte die Zahl der Sommertage (Höchstwert von mindestens 25,0 Grad) annähernd doppelt so hoch ausfallen wie in einem normalen Sommer. Vor allem im Norden ist die Abweichung jetzt schon groß. Was die Hitze betrifft (heiße Tage mit mehr als 30 Grad), ist der Sommer bestenfalls normal, so gab es in Essen bisher keinen einzigen Hitzetag. Also: es ist seit April durchgehend (viel) zu warm, aber derzeit noch nicht "zu heiß".

Das dürfte sich aber diese Woche ändern, immer mehr Modelle deuten an, dass es zur ersten richtigen Hitzewelle dieses Sommer kommen könnte – von 30 Grad am Montag steigen die Spitzen Tag für Tag an – Donnerstag/Freitag könnte die 35 Grad-Marke zum ersten Mal in diesem Jahr fallen.

Jahrhundertsommer in Skandinavien?

Bei uns sind die Abweichungen was Sonne, Wärme und (Nicht-)Regen angeht schon beachtlich, in Skandinavien, und hier speziell im Norden, sind die Anomalien vor allem in den letzten Wochen noch extremer: So gibt es derzeit fast täglich! 30 Grad und mehr nördlich des Polarkreises, dazu tropische Nächte vor allem an der gesamten Ostsee, weil die Wassertemperaturen durchgehend um oder über 20 Grad liegen (nur an der deutschen Ostsee noch nicht überall). Vor Helsinki misst das Wasser 23! Grad – normal sind hier 12 bis 16 Grad – und es ist auch hier kein Ende des Sommerwetters in Sicht.

Was für ein Wetterchen

Wir können uns nur noch wiederholen: Das seit Monaten ungewöhnlich stabile, zu trockene, zu warme und zu sonnige Wetter hält an, einzig das Wochenende bringt einen kleinen Dämpfer und dem Süden neuerlich nennenswert Regen – der Rest muss auf lokale gewittrige Schauer hoffen, wo die nicht treffen, bleibt es extrem trocken. Wie das Wetter nach derzeitigem Stand in der kommenden Woche wird, können Sie im 7-Tage-Trend erfahren.