Modelle relativ einig

Endlich Linderung in Sicht: Bis Samstag gibt es Regen für alle

Aber der meiste Regen fällt einmal mehr an den Alpen

Wir sehen uns in Deutschland tatsächlich der schwersten Dürre seit 1766 ausgesetzt. So warm wie die vergangenen Sommer war es ja früher ohnehin nie, dazu kamen nun zwei wirklich trockene Sommer. In vielen Gegenden, vor allem im Osten, ist der Boden in tieferen Schichten krass trocken. Es müsste monatelang regnen, um das auszugleichen. Ein bisschen Regen kommt diese Woche, je nach Modell tatsächlich für alle.

Zunehmend gewittrig - lokal auch große Regenmengen möglich

Die Karte des Helmholtz-Instituts zeigt wie es mit der Wasserverfügbarkeit in etwa 25 cm aussieht.
Die Karte des Helmholtz-Instituts zeigt wie es mit der Wasserverfügbarkeit in etwa 25 cm aussieht. © ufc,, RTL Interactive

Zum Wochenstart gibt es Niederschläge im Osten. Da ist laut dem Dürremonitor des Helmholtz-Instituts die Wasser-Problematik am größten. Die Waldbrandgefahr ist daher extrem hoch. Nun gibt es also zwischen Erfurt und Berlin und auch in Sachsen ein bisschen Regen und damit etwas Erholung und Regneration für die geplagte Natur.

Am Dienstag kommen erste Schauer in Bayern an. Generell ist die Regen- und Gewitterwahrscheinlichkeit in der Südhälfte größer als im Norden. Am Mittwoch gibt es Hitzegewitter in erster Linie in den Bergen und im Südwesten. Da die Gewitter sehr regional sind, heißt das möglicherweise große Regenmengen in einem Ort, während der Nachbarort leer ausgeht.     

Hier im aktuellen Niederschlagsradar schauen, ob Regen auf Ihren Ort zukommt

Ab Donnerstag kommt richtiger Regen

Auch in Thüringen, hier in der Nähe von Dermsdorf, ist die Trockenheit eklatant. Etwas Regen ist nun aber immerhin in Sicht.
Auch in Thüringen, hier in der Nähe von Dermsdorf, ist die Trockenheit eklatant. Etwas Regen ist nun aber immerhin in Sicht. © imago images/Jacob Schröter, Jacob Schröter via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Ein Gewittertief rückt ab Mitte der Woche näher und damit werden die gewittrigen Regengüsse heftiger und häufiger. Besonders der Westen und der Südwesten erhalten dann ihre Duschen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor allem südwestlich einer Linie Ostfriesland - Vogtland vor gebietsweise kräftigen Gewittern mit unwetterartigen Entwicklungen. 

Am Freitag zieht der Regen dann quer über das Land und erreicht auch die nördlichen Gefilde und eventuell – da sind sich die Modelle leider nicht mehr ganz einig – auch den Nordosten. Wahrscheinlich wird es vor allem südwestlich der Elbe regnen.

Der Süden und auch der Westen und die sehr trockene hessische Mitte dürfen sich also auf jeden Fall auf Regenschauer freuen.  

Wann ist eine Dürre eigentlich eine Dürre?

Der meiste Niederschlag ist wieder an den Alpen zu erwarten

 Wegen der anhaltenen extremen Trockenheit werden die Bäume im Großen Tiergarten künstlich mit Rasensprengern bewässert.
Wegen der anhaltenen extremen Trockenheit werden die Bäume im Großen Tiergarten künstlich mit Rasensprengern bewässert. Bald gibt es richtigen Regen. © imago images/Hohlfeld, Volker Hohlfeld via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Bis zum Wochenende kommt überall etwas an Regen zusammen. Der meiste Niederschlag wird einmal mehr am Alpenrand runterkommen. Die Gegend also, die ohnehin am wenigsten mit einer akuten Dürre zu tun hat. Wer hat, dem wird gegeben, so ist es nunmal.

Die zu erwartenden Regenmengen reichen für eine kurzfristige Linderung sicher aus, aber in große Bodentiefen werden sie nicht vordringen. Im Süden kommt auf die gut gesättigten Boden nochmal etwas drauf, im Nordosten wird es vielleicht nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

Auf jeden Fall werden aber die Temperaturen wieder in Richtung Normalität gehen. Mehr dazu finden Sie in unserem 7-Tage-Trend. 

Wetter und Klima in der Mediathek

Mega-Hitze und große Trockenheit - und viele fragen sich: Wird Deutschland bald zum Wüstenstaat? Wie viele Dürre-Sommer hintereinander können wir eigentlich noch verkraften? Hier geht es zur DOKU - Wüstenstaat Deutschland?​