El Niño-Phänomen in diesem Jahr besonders stark

Meeresspiegel bis zu 40 Zentimeter gestiegen

Nicht jedes Christkind wird freudig begrüßt: die Fischer von Peru haben schwer mit dem Klimaphänomen El Niño zu kämpfen. Denn El Niño bringt warmes Oberflächenwasser und verdrängt das kalte und nährstoffreiche Auftriebswasser vor der peruanischen Küste und damit auch die Fische und damit die Nahrungsgrundlage für die Menschen. Doch auch der Meeresspiegel ändert sich dramatisch.

Die mit El Niño verbundene Meeresspiegeländerung kann vom Satelliten aus mit Radarhöhenmessung beobachtet werden. Geowissenschaftler Tilo Schöne vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ hat aus den Daten des Satelliten Jason-2 eine Animation der zeitlichen Änderungen des Meeresspiegels im Pazifik erzeugt, in der man das Klimaphänomen deutlich erkennt.

El Niño-Phämomen in diesem Jahr besonders stark
Meeresspiegel bis zu 40 Zentimeter gestiegen

Zu Beginn dieses Jahres zeigt sich der Pazifik ungefähr so, wie es dem langjährigen Mittel entspricht. Seit der Jahresmitte baut sich aber langsam ein Meeresspiegelanstieg auf, der vor allem temperaturbedingt ist: das Meerwasser dehnt sich aufgrund seiner angestiegenen Temperaturen im mittleren bis östlichen Pazifik aus. In der Animation erscheint dieses rot. Am Ende des Films, im Dezember 2015, zeigt sich die aktuelle Situation im mittleren und östlichen Pazifik mit einem über 40 Zentimeter gegenüber dem langjährigen Mittel erhöhten Meeresspiegel. Das Maximum des diesjährigen El Niño wird für Januar/Februar 2016 erwartet.

Quelle: Bild, Text und Video GFZ