Ekel-Alarm an Mallorca-Stränden: Das müssen Urlauber jetzt wissen

Hochbetrieb am Strand von Arenal auf Mallorca.
Touristen genießen Sommer und Sonne an den Stränden von Mallorca. © dpa, A3446 Patrick Seeger

Stark verunreinigte Küstenabschnitte bekommen eine „Schwarze Flagge”

Die heiße Urlaubsphase hat begonnen und viele Deutsche verbringen ihre Ferien auf ihrer Lieblingsinsel Mallorca. Aber nicht an allen Stränden ist Erholung garantiert. Bei einer groß angelegten Untersuchung hat ein spanischer Umweltverband aufgedeckt, welche Küstenabschnitte besonders verunreinigt sind. Für die schlimmsten Badestrände gibt es „Schwarze Flaggen".

Spanischer Umweltverband untersucht Wasserqualität an der gesamten spanischen Küste

Der spanische Umweltverband „Ecologistas en acción” hat die Wasserqualität der gesamten spanischen Küste untersuchen lassen, das sind rund 8.000 Kilometer. Die Küstenregionen mit den schlimmsten Umweltsünden wurden von den Umweltschützern mit „Schwarzen Flaggen" gekennzeichnet. Für ganz Spanien wurden insgesamt 48 „Schwarze Flaggen" verteilt.

Wie das „Mallorca Magazin" berichtet, sind auch mehrere Strände auf Mallorca betroffen. Eine „Schwarze Flagge" gab es für die Bucht von Alcúdia und die Strände von Can Picafort und Son Bauló. Laut dem Umwelt-Report komme es dort unter anderem zu „Vermehrung von schleimigen Mikroalgen“ und einer „Trübung des Wassers“.

Die Umweltschützer haben auch die Ursache für die Wasserverunreinigung aufgedeckt: Laut des Berichts fehlt der Kläranlage Son Bosc, die für die Abwasserreinigung der Orte Playa de Muro und Can Picafort zuständig ist, eine dritte, mikrobiologische Klärstufe. So gelangt fäkalienhaltiges Wasser in das Feuchtgebiet von S’Albufera und über Son Bauló in die Bucht von Alcúdia.

Und das ist kein Einzelfall. Bereits im vergangenen Jahr verteilten die „Ecologistas en acción” mehrere „Schwarze Flaggen” wegen Problemen mit Abwassereinleitungen, berichtet das „Mallorca Magazin". Neben den Buchten von Palma und Alcúdia standen Port des Canonge, Banyalbulfar, Cala de Santanyí, Portocolom und Port de Pollença auf der Liste der Umweltschützer.

Vier Strände auf Kanareninseln bekommen „Schwarze Flaggen"

Mit „Schwarzen Flaggen" wurden außerdem beliebte Strände auf dem spanischen Festland, etwa in Andalusien und Galizien, gekennzeichnet - und auf den Kanareninseln.

Auf den Kanaren gab es „Schwarzen Flaggen" für folgende Strände:

  • El Confital auf Gran Canaria
  • Playa Blanca auf Lanzarote
  • Playas de La Tejita y El Medano auf Teneriffa
  • Guia de Isora auf Teneriffa

Die gute Nachricht zum Schluss

Trotz der alarmierenden Abschnitte, sind die Küsten der Urlaubsregionen in Spanien in überwiegend guter Verfassung. 566 Strände wurden dieses Jahr von der Stiftung für Umweltschutz in Madrid mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichnet. So viele positive Bewertungen des internationalen Gütesiegels wurden sonst in keinem anderen Land vergeben. 

Auf Mallorca weht in diesem Jahr an 29 Stränden die „Blaue Flagge“. Nach dreijähriger Pause zum ersten Mal auch wieder an der bei Touristen beliebten Playa de Palma.