Eiszapfen-Alarm und Streusalz-Klemme

Eiszapfen-Alarm und Streusalz-Klemme

Eisschlag und Schneenotstand

Von Dächern herabstürzende Schneelawinen und abfallendes Eis haben in Braunschweig Autos beschädigt und einen Fußgänger verletzt. Bislang seien bereits sechs demolierte Wagen gemeldet worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Die Feuerwehr sperrte Gefahrenstellen ab und bemühte sich, Schnee und Eis von den Dächern zu entfernen. Fußgänger wurden aufgerufen, möglichst Abstand von Gebäuden zu halten.

(Foto: Dirk Kuschel, Fehmarn)

Streusalz weiter Mangelware

Der Kasseler Streusalzanbieter K+S beliefert derzeit nur noch Autobahnmeistereien. Städte, Gemeinden und Verbrauchermärkte gingen hingegen in diesen Tagen leer aus, sagte ein Unternehmenssprecher. Den Autobahn- und Straßenmeistereien in Rheinland-Pfalz droht dagegen wegen ausstehender Lieferungen ein Streusalz-Engpass. Die Märkte für Streugut seien in ganz Europa wie leer gefegt, sagte Arno Trauden vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz. Wenn es weiter schneie, könne der Winterdienst zwar bis zum Wochenende auf dem gewohnten Niveau gehalten werden, danach seien Einschränkungen aber nicht mehr auszuschließen.

Schnee macht manche auch erfinderisch: In Grimma in Sachsen sind die Schneemassen aus der Altstadt in einen Eiskanal für die Kinder verwandelt worden. Die 30 Meter lange Rutschbahn soll am Samstag (16.) bei einem spontanen Winterfest eröffnet werden. «Wenn der Schnee schon mal da ist, dann machen wir auch was aus dem Winter», sagte Grimmas parteiloser Oberbürgermeister Matthias Berger.