Nachtfrost: Empfindliche Pflanzen müssen geschützt werden

Im Video: Die Eisheiligen 2020 bringen Frost bis -5 Grad

Schnee in den Bergen

Der Frühsommer vom Wochenende verabschiedet sich! Am Montag, zum Beginn der Eisheiligen, meldet sich in den Höhenlagen (ab 500 bis 800 Meter) der Spätwinter mit Schnee zurück! Stellenweise ist auch Schneeglätte sowie Schneebruch nicht auszuschließen. Insbesondere im Bereich Hochschwarzwald und Erzgebirge.

Mehr zum Wetter vor und nach den Eisheiligen finden Sie in unserem 7-Tage-Wetter.

Temperatursturz bringt Nachtfrost
Während der Eisheiligen müssen empfindliche Pflanzen vor Frost geschützt werden. © deutsche presse agentur

Frostgefahr in der Nacht

Aufgepasst gilt es aber auch für alle Hobbygärtner: Empfindliche Pflanzen gilt es unter nächtlichem Aufklaren abzudecken oder reinzuholen. Die Nächte bis einschließlich Freitag bringen wiederholt Frost oder Bodenfrost. Am Boden kann es sich dabei vereinzelt auch mal unter minus 5 Grad abkühlen.

Hier die Details vom Temperatursturz:

Montag: Bis zu 20 Grad weniger als am Vortag

Die Kaltluft setzt sich langsam durch und so sinkt die Schneefallgrenze bis zum Abend in den Mittelgebirgen (Harz, Thüringer Wald, Rhön, Erzgebirge, evtl auch Sauerland und Eifel) auf 500 Meter, im Schwarzwald bis auf 800 Meter. Es besteht die Gefahr von Schneebruch aufgrund der belaubten Bäume!

In Bayern bleibt es lange gewittrig und warm bei 14 bis 20 Grad. Für den großen Rest kühlt es im Tagesverlauf ab und so erreichen wir am Nachmittag nur noch 5 Grad bis 12 Grad. Für die meisten gibt es von Sonntag auf Montag einen Temperatursturz um 15 bis 20 Grad.

In der Nacht zu Dienstag erreicht die Kaltluft auch den Alpenrand, dort erwarten wir ebenfalls Schneefall ab circa 500 Meter.

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Die Eisheiligen 2020 bringen Frost. (Symbolbild) © imago images/imagebroker, imageBROKER/Christian Naumann via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die Gefahr von Nachtfrösten bleibt auch nach Dienstag

Am Dienstag wird es freundlicher. Bis zum Wochenende bleiben wir allerdings voraussichtlich in einer kühlen Nordströmung. Dabei bilden sich im Tagesverlauf auch dichtere Quellwolken, Schauer sind vor allem im Süden dabei.

Mit den Tageswerten geht es nur ganz langsam bergauf. Bis Sonntag steigen sie schrittweise auf 14 (Küste) bis 22 Grad (Oberrhein) an.

Nachts droht verbreitet Bodenfrost, in den Mittelgebirgen auch leichter Luftfrost.

Nach der kalten Sophie passiert nichts mehr in Sachen Frost

Die Eisheiligen lassen also kurz richtig die Muskeln spielen, aber wer sind denn diese Heiligen des Eises eigentlich?​ Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie, so heißen die Eisheiligen, deren Namenstage vom 11. bis 15. Mai in den Kalendern stehen. Sophie wird auch die „kalte Sophie genannt. Es sind die Namen von Bischöfen und Märtyrern aus dem 4. und 5. Jahrhundert, die an diesen Tagen geehrt werden sollten.

Die Eisheiligen haben ihren Ruhm aus der Geschichte. Denn über Jahrhunderte haben die Menschen – und das waren nunmal fast alles Kleinbauern – das Wettergeschehen intensiv beobachtet und ihre Schlüsse daraus gezogen. Das ist uns heute als Bauernregeln überliefert. Ein nicht unwichtiger Schluss ist: Nach der „kalten Sofie“ gibt es keine Nachtfröste mehr – da ist das Gemüse sicher.

Hier finden Sie genauere Informationen über das Eisheiligen-Quintett

Statistik belegt die Angst vor den Eisheiligen

Ein Fuchs lauert am 15.05.2016 auf dem Brocken bei Schierke (Sachsen-Anhalt) Der Winter gibt derzeit ein kurzes Gastspiel auf dem Brocken. Foto: Matthias Bein/dpa | Verwendung weltweit
Nanu? Mitte Mai im Schnee? Das ist auch in diesem Jahr möglich. © picture alliance / dpa, Matthias Bein

Da ist schon was dran: Denn meteorologisch betrachtet ist es so, dass sich im Mai das Land schon ordentlich aufgewärmt hat, das Meer aber noch kalt ist. So kann kalte und feuchte Luft vom Meer zu uns kommen und wenigstens noch kurzzeitige Einbrüche von Kaltluft bringen - bis hin zum Nachtfrost. Und der hat dann das Potenzial, die zarten Triebe kaputt zu machen. Im Mittelalter konnte das schwere Versorgungsengpässe nach sich ziehen. 

So, Achtung Statistik: Auswertungen bestätigten, dass die Bodenfrostwahrscheinlichkeit Anfang Mai noch bei 30 Prozent, nach dem 15. Mai aber nur noch bei 5 Prozent liegt. Damit ist die Gefahr von späten Schadfrösten in der Landwirtschaft nach den Eisheiligen tatsächlich deutlich geringer als davor.

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