Unsere Urenkel werden keine Eisbären mehr erleben

ARCHIV - Eine Eisbärenmutter marschiert mit ihren beiden Jungen auf Futtersuche über Eisschollen im Gebiet der Nordwest-Passage in Kanada (Undatierte, neuere Aufnahme). Die US-Regierung will Eisbären nach Informationen der
Zeitung: USA wollen Eisbären per Gesetz zu bedrohter Art erklären © dpa, C3066 Hinrich Bäsemann

Eisbären könnten bis 2100 ausgestorben sein

Es ist eine düstere Prognose der Forscher der University of Toronto: Die kanadischen Wissenschaftler glauben, dass es schon in 80 Jahren keine Eisbären mehr in freier Wildbahn geben wird, heißt es in der Zeitschrift „Nature Climate Change“. Heißt: für viele der nachfolgenden Generationen wird der Eisbär etwas sein, wovon sie mal gehört, dass sie aber nie gesehen haben. So wie Saurier, Mammuts oder Säbelzahntiger. 

Schuld ist der Klimawandel

Grund für die dramatische Entwicklung ist der Klimawandel. Eisbären, die größten Landraubtiere der Erde verlieren zunehmend ihren Lebensraum. Durch die stetig steigenden Temperaturen geht ihnen den Forschern zufolge das Futter aus. 

Am Nordpol beispielsweise schrumpft das Eis so stark, die eisfreie Zeit dort wird immer länger. Das wiederum verkürzt die Zeit, die den Eisbären bleibt, um Robben zu jagen. Sie können sich kaum noch ein Polster zulegen, kommen dadurch schlechter durch den arktischen Winter.

„Ihr Lebensraum schmilzt sprichwörtlich“, wird Studienleiter Steven Amstrup zitiert. Die Forscher gehen davon aus, dass der 12 der 13 von ihnen untersuchten Eisbärenpopulationen innerhalb der nächsten 80 Jahre aussterben werden.