Eisbären-Alarm: Raubtiere verbreiten Angst und Schrecken auf russischer Insel

Eisbären verbreiten Angst und Schrecken
Eisbären verbreiten Angst und Schrecken Eltern lassen Kinder nicht mehr raus 00:57

Hungrige Tiere haben schon Menschen angegriffen

Eisbären sind ein Symbol für den Klimawandel und sie sind gefährlich. Sie gelten als größte an Land lebende Raubtiere der Erde und sind als Art vom Aussterben bedroht. Nicht so auf der russischen Doppelinsel Nowaja Semlja im Nordpolarmeer - dort gibt es zu viele von ihnen und die Behörden haben deswegen den Notstand ausgerufen. Nach offiziellen Angaben wurden bereits Menschen angegriffen und sind in Häuser eingedrungen. Wie nahe die weißen Riesen den Siedlungen kommen – in unserem Video!

„Die Menschen haben Angst, ihr Zuhause zu verlassen“

In der Region Arkhangelsk wurde eine große Gruppe von über 50 Tieren gesichtet, bis zu zehn Bären hielten sich dort ständig auf. Einige der Eindringlinge seien in Häusern und Büros gesehen worden, berichten lokale Medien. „Die Menschen haben Angst. Sie haben Angst, ihr Zuhause zu verlassen. Eltern haben Angst, ihre Kinder in die Schule oder in den Kindergarten gehen zu lassen“, sagte der Gouverneur.

In der Nähe von Kindergärten wurden zusätzliche Zäune aufgestellt. Aber selbst Patrouillen mit Hunden helfen nicht, die Bären lassen sich nicht abschrecken.

Eisbären gehören zu den gefährdeten Tierarten und dürfen nicht abgeschossen werden. Allerdings könnten Ausnahmegenehmigungen erteilt werden, wenn sich die Lage nicht entspannen sollte.

Der Grund für die Bären-Invasion ist laut Experten ganz einfach: Futter. „Da es Behälter mit genießbarem Abfall gibt, hören sie auf zu wandern“, sagt ein Wissenschaftler des Sewertsow-Instituts für Ökologie und Evolution in Moskau. Durch das Schmelzen des arktischen Eises wanderten die Tiere zunehmend nach Süden, um an Land nach Nahrung zu suchen.