Bundes-Notbremse beschlossen

Wo Sie jetzt überall einen Corona-Test brauchen

Ein Corona-Selbsttest steckt in einem Mäppchen mit Buntstiften
Ähnlich wie in der Schule müssen Sie auch in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens ab morgen einen negativen Coronatest vorlegen können. © imago images/Eibner, Fleig / Eibner-Pressefoto via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Am Freitag tritt das neue Infektionsschutzgesetz, die so genannte Bundes-Notbremse in Kraft. Das bedeutet nicht nur schärfere Corona-Maßnahmen bei einer Inzidenz von 100, sondern auch eine Testpflicht in vielen Bereichen. Wir erklären, wo Sie jetzt einen Schnell- oder Selbsttest brauchen, wenn die Inzidenz in ihrem Landkreis über 100 liegt.

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Notbremse: In diesen Bereichen gilt die Corona-Testpflicht

Liegt die Inzidenz in einer Stadt oder einem Landkreis über 100, dürfen folgende Geschäfte, Dienstleistungen und Bereiche nur mit aktuellem Test genutzt werden.

  • Friseur
  • Zoo, Tierpark und botanische Gärten
  • Besuch im Alters- oder Pflegeheim

Außerdem auch beim Einkaufen in folgenden Geschäften:

  • Möbelhäusern
  • Küchenstudios
  • Baumärkten
  • Modehäusern
  • Schuhgeschäften
  • Spielwarenläden
  • Kaufhäusern
  • Deko-Läden
  • Autohäuser (ohne Werkstatt)
  • Elektromärkten und anderen Fachgeschäften

Liegt die Inzidenz sogar über 150, reicht auch ein negativer Corona-Test nicht mehr aus. Dann müssen alle genannten Geschäfte für den Kundenverkehr schließen. Sie dürfen dann Waren nur noch per Click&Collect (Online bestellen und im Geschäft abholen) oder Click&Deliver (Online bestellen und nach Hause liefern lassen) verkaufen.

Tabellarische Auflistung und Gegenüberstellung der verschiedenen Arten des Corona-Tests
Welcher Corona-Test kann was - und wo kann ich welchen Test machen? © RTL

Testpflicht in der Schule und am Arbeitsplatz

Für Schule und Arbeitsplatz gelten gesonderte Regelungen. Prinzipiell ist der Arbeitgeber nach dem neuen Infektionsschutzgesetz verpflichtet, jedem Mitarbeiter das Arbeiten im Homeoffice zu ermöglichen. Sollte das aus bestimmten Gründen nicht möglich sein, müssen zwei Mal pro Woche Schnell- oder Selbsttests zur Verfügung gestellt werden.

In der Schule gilt dasselbe. Auch hier sollen alle Schüler im Präsenzunterricht zwei Mal wöchentlich getestet werden. Allerdings sieht die Bundesnotbremse auch hier vor, dass Schulen nur bis zu einer Landkreis-Inzidenz von 165 geöffnet bleiben dürfen. Darüber müssen Schulen geschlossen und die Schüler im Homeschooling unterrichtet werden.

Wo gilt keine Testpflicht?

Trotz der harten Gangart der Bundesregierung, gibt es auch Bereiche, die von einer Testpflicht ausgenommen bleiben.

  • Arzt oder Apotheke
  • Tankstellen und Werkstätten (egal, ob Auto-, Fahrrad oder Handwerker im Haus)
  • Bank
  • Post
  • Behörden
  • Beerdigungen (bis 30 Personen)

Beim Einkaufen in folgenden Geschäften außerdem keine Testpflicht:

  • Super- und Getränkemarkt
  • Reformhaus
  • Babyfachmarkt
  • Drogeriemarkt
  • Kiosk
  • Buchhandlung
  • Sanitätshäusern
  • Blumenfachgeschäft, Gartenmarkt und Floristen
  • Tierbedarfsmärkten und Futtermittelmärkten
Diese Geschäfte sollen im Übrigen auch oberhalb einer Inzidenz von 150 geöffnet bleiben. Es gilt aber eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken.

Private Treffen

Bei privaten Treffen braucht es auch keinen verpflichtenden Corona-Test. Allerings gelten hier verschärfte Kontaktbeschränkungen. Wie schon vor dem 8. März dürfen sich ab einer Inzidenz von 100 nur noch der eigene Haushalt plus eine weitere Person in der Öffentlichkeit oder in Privaträumen treffen. Kinder unter 14 werden dabei weiterhin nicht eingerechnet.

Außerdem ist explizit zusätzlich geregelt, dass Eltern das Sorgerecht auch dann wahrnehmen dürfen, wenn sie nicht Teil des Haushaltes sind. Kinder dürfen dementsprechend auch ihre nicht im eigenen Haushalt lebenden Eltern und Erziehungsberechtigten besuchen.

Die Unterschiede zwischen Selbsttest und Schnelltest werden in einer Tabelle gegenübergestellt
Antigen-Schnelltest oder Selbst-Test für Laien - Welcher Test kann was? © RTL

Bundes-Notbremse: Welche Tests brauche ich wann?

Wie auch bisher ist die Grundlage für die „Bundes-Notbremse“ die Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Hat ein Landkreis also innerhalb von einer Woche mehr als 100 neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner, treten die Verschärfungen in Kraft.

Zu diesen Verschärfungen gehört auch eine Testpflicht in weiten Teilen des öffentlichen Lebens. Das bedeutet, dass bestimmte Geschäfte, Dienstleistungen und Bereiche nur mit einem aktuellen Schnelltest betreten oder genutzt werden dürfen, der maximal 24 Stunden alt ist. Mögliche Schnelltests: durchgeführt von medizinischem Fachpersonal, 1 x pro Woche kostenlos, Ergebnis nach etwa 20-30 Minuten. Oder: Selbsttest – selbst durchgeführt mit einem Testkit, Kosten zwischen vier und fünf Euro, Ergebnis nach 15-20 Minuten.

Im Fall eines Schnelltests sollten Sie sich das Ergebnis entweder auf Ihr Smartphone schicken lassen oder das ausgedruckte Testergebnis bei sich tragen. Einen Selbsttest müssen Sie immer vor Ort machen, um möglichen Betrug zu verhindern. Viele Geschäfte haben dafür eigens Testzentren eingerichtet.

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