Eine Kaltfront mit Sturm, Regen und Schnee zieht durch

Die Schneefallgrenze sinkt auf 300 Meter

Na, das ging ja schneller als gedacht. Die angekündigte Kaltfront ist schon ein ganzes Stück von Nord nach Süd vorangekommen und hat im Westen bereits in der Nacht Sturm und Wintergewitter gebracht (im Video von Roland Scherpe aus Hagen ist schön der Übergang zu Hagel zu sehen). Im Laufe des Tages setzt sie ihren Weg Richtung Süden fort.

Fahren bei stürmischem Wetter
Kaltfront bringt Sturm und Schneeregen © dpa, Nicolas Armer

Deutschland liegt am Rande einer umfangreichen Tiefdruckzone mit mehreren Zentren über Nord- und Nordwesteuropa. Dabei strömt Meeresluft subpolaren Ursprungs nach Deutschland.

Auf dem Weg der Kaltfront kommt es zu Böen bis Sturmstärke, im Bergland auch schwere Sturmböen sowie einzelne kurze Gewitter. Auf den Bergen gibt es auch schwere Sturmböen, auf dem Brocken Orkanböen.

Hinter der Kaltfront strömt polare Meeresluft ein, wobei es zu weiteren Schauern, vor allem im Norden und Westen auch zu kurzen Gewittern kommt. Dabei bleibt es windig mit Sturmböen an der Küste und im Bergland.

In der kommenden Nacht fallen besonders nach Osten hin noch Schauer, die bis in tiefere Lagen in Schnee oder Graupel übergehen. Dabei besteht vor allem oberhalb von 300 m Glättegefahr durch Schnee und Eis. Im Laufe der Nacht bewölkt sich im Westen und Nordwesten erneut der Himmel und nachfolgend kommt Regen auf, im Bergland anfangs auch etwas Schnee.

Die Tiefstwerte liegen zwischen -2 Grad im Südosten und +3 Grad im Rheinland, es muss mit Glätte gerechnet werden.

Nach kurzer Windabnahme frischt der Wind im Westen Donnerstagfrüh wieder auf mit starken bis stürmischen Böen.

Warnung vor Wind/Sturm:

Abgesehen vom Nordosten starke bis stürmische Böen (50 bis 70 km/h).

Bei Durchgang einer Kaltfront Sturmböen (mehr als 75 km/h), auf

Bergen schwere Sturmböen bis 100 km/h. Auf dem Brocken Orkanböen.

Warnung vor Gewittern:

Es treten einzelne Gewitter mit Sturmböen und Graupel auf.

Warnung vor Glätte / Schneefall:

Im Südosten Glätte durch gefrierenden Regen, ab 800 m später Schnee.

In den Hochlagen der süddeutschen Mittelgebirge ebenfalls Glätte möglich.

Quelle: DWD/wetter.de