Ein meteorologischer Augenschmaus

Das Tief „Yukon“ hat eine beeindruckende Wolkenspirale entwickelt (Quelle: NASA)
Das Tief „Yukon“ hat eine beeindruckende Wolkenspirale entwickelt (Quelle: NASA)

So schön können Tiefdruckgebiete aus dem All aussehen. Das wetterbestimmende Tief „Yukon“ hat sich prächtig entwickelt. Da geht vielen Meteorologen ein Herz auf.

Der Mai wurde bisher von „Yukon“ geprägt

Das beeindruckende Tief lag am 7. Mai über dem Atlantik und sah aus dem All am schönsten aus. Viele Tiefdruckgebiete sehen eher unspektakulär aus. Tief "Yukon" aber hat sich richtig schön eingekringelt und es lässt sich sogar eine Art „Auge“ wie bei einem Hurrikan erkennen. Doch das Auge ist natürlich nicht zu vergleichen, wie mit dem eines Tropensturmes. Grundsätzlich bilden Tiefdruckgebiete eine ganz andere Form aus und auch die Entstehung ist eine andere. Unsere Tiefdruckgebiete werden von den Temperaturgegensetzen zwischen den Polen und den Azoren angefeuert.

So ein Tiefdruckgebiet bringt verschiedenes Wetter mit

Auf der linken Seite (Westseite) des Tiefdruckgebietes befindet sich kühlere Meeresluft, in der sich gerne Schauer bilden. Diese Schauer lassen sich anhand der streuselkuchenartigen Flecken (Wolken) erkennen. Das äußerste Wolkenband der Wolkenspirale, die scharf abgetrennt ist, ist die Kaltfront. An der Kaltfront kommt es in der Regel zu kräftigen konvektiven Entwicklungen in Form von Schauern oder Gewittern. Die Wolken zwischen Spanien und der Mitte von Frankreich zeigen den Warmluftsektor des Tiefdruckgebietes. Dieses Gebiet wird auch als die Vorderseite des Tiefdruckgebietes bezeichnet. Hier strömt die mildere Luft nach Deutschland. Direkt an der Kaltfront bzw. südlich des "Auges" gibt es häufig Sturm. So ein Tief kann also eine ganze Menge an verschiedenen Wetter bringen.