Dürreschäden: Die langanhaltende Trockenheit trifft viele Bauern hart

Dass das Wetter mal nicht mitspielt, gehört für Landwirte zum Berufsrisiko. Doch die langanhaltende Trockenheit im Norden und Osten des Landes trifft viele Bauern in diesem Jahr besonders hart.

"Das Getreide kann nur noch gehäckselt werden."

Das Frühjahr 2018 war viel zu trocken. Die deutschen Bauern müssen um ihr Geschäft fürchten. "Die Lage in diesem Jahr ist weiterhin angespannt und alles andere als erfreulich", so Bauernpräsident Joachim Rukwied. "Viele Ackerbaubetriebe machen sich große Sorgen. Wo kein Regen fiel, wird es erhebliche Einbrüche bei den Unternehmensergebnissen geben."

Von Ostdeutschland bis nach Nordbayern und in Norddeutschland hat es im Mai bei hohen Temperaturen zu wenig geregnet. Bauern beginnen nun die klägliche Ernte einzufahren. "Mindestens zwei Wochen früher als in normalen Jahren", erklärt Rukwied.

Getreide sei vielfach notreif, also reif, ohne dass sich die Körner voll ausgebildet haben. Die Erträge fielen deswegen enttäuschend aus, was bis zu Totalausfällen führen kann. "Auf manchen Flächen zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern ist gar nichts mehr zu ernten. Das Getreide kann nur noch gehäckselt werden."  Solche Ernteausfälle bedrohen natürlich Existenzen.

Im Westen, Südwesten und an den Alpen gab es dagegen bis in den Juni hinein das andere Extrem: Zum Teil fiel zu viel Regen, heftige Gewitter kamen herunter, Sturm, Hagel und Überschwemmungen wüteten.