Wegen der exzessiven Grundwasserentnahme

Dürre in Kalifornien: Das Land geht unter

Kalifornien geht unter: Wegen der exzessiven Grundwasserentnahme senkt sich das Land.
Kalifornien geht unter: Wegen der exzessiven Grundwasserentnahme senkt sich das Land. © NASA/JPL-Caltech

Kalifornien: Grundwasserspiegel so niedrig wie nie

Wegen der anhaltenden Dürre zapft Kalifornien immer weiter das Grundwasser an, um die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser sicherzustellen. Das hat aber einen unschönen Nebeneffekt: Das Land sinkt schneller ab als je zuvor – fast 5 Zentimeter im Monat an manchen Stellen, hat das Department of Water Resources von Kalifornien aufgrund von neuen Satellitendaten der NASA bekannt gegeben.

Straßen, Brücken und Aquädukte sind in Gefahr

„Aufgrund der gestiegenen Entnahme hat der Grundwasserspiegel Rekordtiefen erreicht – bis zu 30 Meter tiefer als vorherige Tiefststände“, so Mark Cowin, Direktor des Department. Wenn das so weiterginge, sinke das Land immer schneller ab und die Gefahr von Schäden in der Infrastruktur an der Oberfläche steige. Straßen, Brücken und Aquädukte könnten betroffen sein, Reparaturmaßnahmen würden teuer.

Die Bodensenkung findet in Kalifornien wegen der enormen Grundwasserentnahme in Trockenperioden schon seit Jahrzehnten statt. Die NASA hat jetzt Daten geliefert, die zeigen, dass die Senkung voranschreitet und das Risiko von Schäden steigt. Ein paar Beispiele: Land in der Nähe von Corcoran im Tulare Basin hat sich innerhalb von acht Monaten 33 Zentimeter abgesenkt, eine Fläche im Sacramento Valley 3,3 Zentimeter im Monat.

“Grundwasser dient dazu, die Versorgung in Dürrezeiten zu sichern, aber die NASA-Studie zeigt die Folgen exzessiver Entnahme”, sagte Direktor Cowin. “Wir werden mit den Counties, lokalen Wasserversorgern und betroffenen Gemeinden zusammenarbeiten, um Wege zu finden, die Bodensenkung zu verlangsamen und die lebenswichtige Infrastruktur wie Kanäle, Pumpstationen, Brücken und Brunnen zu schützen.“