Dürre in Afrika: So schlimm wie seit über 100 Jahren nicht

14 Millionen Menschen von Hunger bedroht

Im südlichen Afrika haben Rekordtemperaturen zu einer der schlimmsten Dürreperioden seit mehr als 100 Jahren geführt. Es ist zu massiven Ernteausfällen gekommen. Die UN warnt: 14 Millionen Menschen sind vom Hunger bedroht. Am schwersten sei Malawi betroffen, wo 2,8 Millionen Menschen oder 16 Prozent der Bevölkerung vom Hunger bedroht seien. Auf der Insel Madagaskar seien 1,9 Millionen Menschen gefährdet. Ursache für die Dürre ist das Wetterphänomen El Nino.

Dürre in Afrika
Rekordtemperaturen, Trockenheit, Sandstürme: Es drohen massive Ernteausfälle

Ein Beispiel: Südafrika wird dieses Jahr wohl einen Ernteausfall von 50 Prozent für Mais haben. Die Kap-Nation ist wichtigster Maisexporteur in der Region. Dieses Jahr wird die Ernte nicht einmal für die Eigenversorgung reichen. In den umliegenden Ländern läuft´s noch schlechter.

Es ist ein Rekordjahr in jeglicher Hinsicht.. Mit der schlimmsten Dürre seit 111 Jahren bringt El Nino auch heftige Winde. Sandstürme sind die Folge. Anders als Wirbelstürme zum Beispiel sind derartige Sandstürme nicht gefährlich, aber deutliches Zeichen für die massive Bodenerosion, die die Dürre mit sich bringt.

In weiten Teilen Südafrikas ist inzwischen das Wasser knapp. Bürger organisieren via Facebook Wasserlieferungen in die betroffenen Gebiete – container- aber auch flaschenweise. In Hoopstad gibt’s seit Monaten nur für 3 Stunden am Tag fließend Wasser. Die Behörden in Südafrika und anderen Ländern der Region stellen sich darauf ein, dass sich die Lage in den kommenden Wochen und Monaten weiter verschärfen wird.