Dürre im Winter - Skigebiete ohne Schnee

Grüne statt weiße Pisten

Es könnte so schön sein: In den Bergen locken weiße Pisten zum Skifahren, die Menschen kommen hierhin, um ihrem Lieblingssport zu fröhnen und die Kassen der Wintersportorte zu füllen. Doch in diesem Winter bangen die Pistenbetreiber um ihre Existenz - mal wieder. Überall fehlt der Schnee, die Gäste bleiben fern. Ein Trauerspiel! Schauen Sie im Video, wie es auf den grünen Pisten jetzt aussieht.

Skigebiete in Angst

Die Skigebiete in Deutschland werben mit ihrer Schneesicherheit, doch die ist in Gefahr. Die Mittelgebirge, das Alpenvorland und die deutschen Alpen haben in den letzten Jahren immer wieder auf grüne Pisten schauen müssen. Das Klima macht nicht mit und nun bedroht die Trockenheit das Geschäft mit den Skitouristen. In diesem Jahr sieht es mau aus mit Niederschlägen. Ob uns wieder ein Dürresommer, wie im Jahr 2019 droht? (mehr Informationen dazu finden Sie hier).

Der Schnee fehlt

Schaut man auf die Schneehöhen im Vergleich zum letzten Januar, ist der Unterschied extrem sichtbar.

Oberwiesenthal im Erzgebirge

  • 2018/19: Bergstation 105cm    Talstation 95 cm
  • 2019/20: Bergstation 15cm       Talstation 10 cm

Winterberg im Sauerland 

  • 2018/2019 Bergstation 50cm      Talstation 50 cm
  • 2019/20: Bergstation 20cm       Talstation 15 cm

Auch am Großen Arber im Bayerischen Wald liegen gerade mal 30 Zentimeter Schnee im Tal und 50 auf dem Berg.

In großen Teilen Deutschlands herrscht Regenmangel

Trockenheit Januar
Trockenheit im Januar 2020 © RTL

Das Jahr 2020 beginnt nicht nur viel zu warm, sondern auch zu trocken. Im Januar regnete es nur im äußersten Norden bisher reichlich bis zu viel. Auf Normalkurs sind nur die Küstenbereiche und die Mitte Deutschlands, wo gerade mal die Hälfte der Niederschläge eines normalen Januars gefallen sind. Im Süden, im Westen und im Osten liegt das Niederschlagssoll erst bei einem bis zwei Fünfteln.

Wüstenstaat Deutschland - Eine Doku auf TV-NOW

Jetzt wäre überdurchschnittlich viel Regen angebracht

Niederschlag in Deutschland: Sommer sind nasser
Die mittleren Monatssummen Niederschlag (mm) für Deutschland

In den Wintermonaten regnet es im Durchschnitt in Deutschland ohnehin weniger als in den Sommermonaten. Um das Niederschlagdefizit aus den vergangenen Sommern auszugleichen, müsste es also nicht nur normal viel regnen, sondern überdurchschnittlich viel.

Weiter geht's mit der Trockenheit

NOAA Februar
Ein breites Band der Trockenheit zieht sich quer durch Mitteleuropa.

Die NOAA, die US-amerikanische Wetter- und Ozeanografie-Behörde, sieht jetzt schon einen viel zu trockenen Februar auf Deutschland zukommen. Auf den vom 5. bis 14. Januar basierenden Daten sind es wieder der Süden und Südosten Deutschlands, die die Trockenheit besonders trifft. Wenn das so kommt, bliebe uns erstmal, auf ein nasses Frühjahr zu hoffen. 

Beispiel Erzgebirge

Im Erzgebirge zeigt der direkte Vergleich zwischen Mitte Januar 2020 und Mitte Januar 2019 den Schneeunterschied deutlich.

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